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Formel 1: Titelaspirant Russell vertraut in zweiter Saisonhälfte auf sein Bauchgefühl

George Russell spricht mit Fans in Zandvoort
George Russell spricht mit Fans in ZandvoortBenoit Tessier / Reuters

George Russell bläst zur Aufholjagd: Nach der Sommerpause will der Mercedes-Pilot in der Formel-1-Weltmeisterschaft wieder voll angreifen – und verlässt sich dabei vor allem auf seinen Instinkt. Sein klares Ziel ist es, seinen Teamkollegen und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli unter Druck zu setzen.

Derzeit belegt der 28-jährige Brite den dritten Platz in der Gesamtwertung. Sein Rückstand auf Antonelli beträgt 59 Punkte. Der junge Italiener feiert an diesem Wochenende beim Großen Preis der Niederlande seinen letzten Renneinsatz als Teenager, bevor er nächste Woche 20 Jahre alt wird. Zwischen den beiden Teamkollegen rangiert Ferrari-Pilot Lewis Hamilton, der mit 50 Zählern Rückstand auf die Spitze Platz zwei belegt.

Nachdem Russell den Saisonauftakt in Australien für sich entscheiden konnte, legte Antonelli eine beeindruckende Serie hin und siegte fünfmal in Folge. Der Italiener schien sich mit den neuen Motorenreglement der Formel 1 auf Anhieb deutlich wohler zu fühlen als sein erfahrenerer Stallgefährte.

Russell will "auf Fähigkeiten vertrauen"

Die Sommerpause nutzte Russell nun für eine mentale Auszeit – und für ein privates Highlight: Er verlobte sich mit seiner spanischen Partnerin Carmen Montero Mundt. "Anstatt ständig über Anpassungen nachzudenken, hatte ich endlich Zeit, mich zu erholen und alles sacken zu lassen", erklärte Russell gestärkt nach dem August-Break. "Ich gehe die Sache jetzt viel entspannter an. Ich werde einfach rausfahren und schnell sein – wohin mich das führt, wird sich zeigen."

Für die verbleibenden Rennen nimmt sich der Briten-Star vor, den Kopf auszuschalten: "Ich möchte nicht mehr zu viel nachdenken, sondern wieder auf meine Fähigkeiten vertrauen und aus dem Instinkt heraus fahren. Genau das habe ich vor der Pause vielleicht etwas zu selten getan."

Mit Blick auf den dicht gestaffelten Rennkalender freut sich Russell darauf, schnell wieder in einen guten Rhythmus zu kommen. Zudem scherzte er, dass ihm die Verlobung geholfen habe, den Kopf frei zu bekommen – auch wenn der Antrag selbst ein echter Nervenkitzel war: "Ich war extrem nervös, als ich auf einem Knie war, und habe kaum ein Wort herausgebracht."