NBA: Spurs dominieren Thunder – Wembanyama gleicht Conference Finals aus

San Antonios Stephon Castle jubelt nach einem Dunk in Spiel 4 gegen die Thunder.
San Antonios Stephon Castle jubelt nach einem Dunk in Spiel 4 gegen die Thunder.Alex Slitz/Getty Images via AFP

Die San Antonio Spurs haben ein eindrucksvolles Ausrufezeichen in den NBA-Playoffs gesetzt. Angeführt von einem überragenden Victor Wembanyama besiegte das Team aus Texas die Oklahoma City Thunder im vierten Spiel des Finales der Western Conference deutlich mit 103:82. Durch diesen Heimsieg glichen die Spurs die packende Best-of-Seven-Serie vor heimischer Kulisse zum 2:2-Unentschieden aus.

Der 2,24 Meter große französische Center zeigte sich nach der Niederlage in Spiel 3 persönlich motiviert und lieferte eine monumentale Reaktion ab. In nur 31 Minuten Spielzeit erzielte der NBA-Defensivspieler des Jahres überragende 33 Punkte, sammelte acht Rebounds, verteilte fünf Assists und verbuchte zudem drei Blocks sowie zwei Steals.

Zum Match-Center: San Antonio Spurs vs. Oklahoma City Thunder

Wembanyama traf elf von 22 Würfen aus dem Feld, darunter drei von sieben Dreipunktwürfen. Ein besonderes Highlight gelang ihm mit der Pausensirene, als er einen Wurf von der Mittellinie – den längsten Treffer seiner Karriere – zur 50:38-Halbzeitführung versenkte.

Teamleistung macht den Unterschied für die Spurs

Die Spurs legten einen Blitzstart hin und gaben die Führung im gesamten Spielverlauf nicht mehr ab. Bereits im ersten Viertel initiierten sie einen vorentscheidenden 16:0-Lauf, bei dem Devin Vassell nach einem Block unter dem eigenen Korb einen Alley-oop-Pass auf Wembanyama spielte, der per Dunk zum 23:8 abschloss.

Die Teamarbeit der Gastgeber war makellos; so resultierten alle zehn Feldtreffer des ersten Viertels aus einem direkten Assist. Neben Wembanyama überzeugten De'Aaron Fox mit einem Double-Double aus 12 Punkten und 10 Rebounds sowie Stephon Castle und Devin Vassell mit jeweils 13 Zählern. Auch die Bank der Spurs meldete sich eindrucksvoll zurück und steuerte 30 Punkte bei.

Der Hauptschlüssel zum Erfolg der Spurs lag in ihrer Defensivarbeit, die den Thunder ihr zweitniedrigstes Playoff-Ergebnis der Franchise-Geschichte einbrockte. Oklahoma City wurde bei einer desaströsen Wurfquote von nur 33 Prozent aus dem Feld gehalten, wobei insbesondere die Dreierquote mit nur 18 Prozent (6 von 33) völlig einbrach. Selbst NBA-MVP Shai Gilgeous-Alexander, der mit 19 Punkten noch bester Werfer seines Teams war, traf nur 6 von 15 Würfen.

Nach dem defensiven Kraftakt geht die Serie nun in die entscheidende Phase: Spiel 5 findet am kommenden Dienstag in Oklahoma City statt, bevor die Teams für Spiel 6 am Donnerstag wieder nach San Antonio zurückkehren.