Bei Rückkehr russischer Athleten: Klitschko würde Olympia-Boykott unterstützen

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Bei Rückkehr russischer Athleten: Klitschko würde Olympia-Boykott unterstützen

Der Olympionik und Schwergewichtsboxer Wladimir Klitschko zeigt sich — wie auch sein älterer Bruder — nach dem Karriereende politisch engagiert
Der Olympionik und Schwergewichtsboxer Wladimir Klitschko zeigt sich — wie auch sein älterer Bruder — nach dem Karriereende politisch engagiertProfimedia
Der frühere Box-Weltmeister Wladimir Klitschko befürwortet einen Olympia-Boykott der Ukraine für den Fall, dass russischen Sportlern die Teilnahme an den Sommerspielen 2024 in Paris erlaubt werden sollte. "Ich würde einen Boykott unterstützen und hoffe, dass auch andere Nationen in diesem Fall Stellung beziehen würden", sagte der 46-Jährige der Sport Bild rund ein Jahr, nachdem Russlands Staatschef Wladimir Putin seine Truppen in die Ukraine einmarschieren ließ.

Die Idee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) um Präsident Thomas Bach, russischen und belarussischen Athleten möglicherweise den Olympia-Start unter neutraler Flagge zu ermöglichen, stößt bei Klitschko folglich auf Ablehnung. "Solange der Krieg dauert und Ukrainer gekillt werden, dürfen diese Sportler nicht an Olympischen Spielen teilnehmen", sagte Klitschko.

Klitschko richtete daher einen Appell direkt an den IOC-Präsidenten. "Thomas Bach muss aufpassen, dass er sich mit seiner Entscheidung nicht zum Komplizen von Putins grausamem Krieg macht", so der Olympiasieger von Atlanta 1996 und fügte an: "Ich fordere ihn auf, seine Meinung zu ändern. Er darf sich nicht unter der weißen Flagge verstecken – er muss jetzt Farbe bekennen für die freie Welt und die Freiheit der Menschen." Von der Russland-Frage hänge für Klitschko auch ab, ob Bach noch der richtige IOC-Präsident sei:  "Wenn er russische Athleten zulässt – dann ist er es nicht mehr."

Klitschkos Bruder Witali hatte zuvor gefordert, dass sich russische Athleten öffentlich vom Krieg distanzieren, falls sie bei Olympia starten wollen. "Russen und Belarussen können nicht teilnehmen, wenn sie nicht 'Nein' zum Krieg sagen", sagte der Bürgermeister von Kiew am Montag der Nachrichtenagentur AFP: "Wenn sie sich öffentlich gegen den Krieg stellen, können sie teilnehmen. Aber sie haben Angst."

Kiews Bürgermeister Witali Klitschko in seinem Büro
Kiews Bürgermeister Witali Klitschko in seinem BüroAFP