Doping: Passler positiv gestestet – nach Krebstherapie trifft sie aber "keine Schuld"

Rebecca Passler darf bei den Olympischen Spielen regulär antreten
Rebecca Passler darf bei den Olympischen Spielen regulär antretenČTK / imago sportfotodienst / speedshot | Ralf Just

Die positiv auf eine verbotene Substanz getestete Biathletin Rebecca Passler darf nun doch bei den Olympischen Winterspielen starten. Das Nationale Berufungsgericht der italienischen Anti-Doping-Agentur NADO gab der Berufung Passlers gegen die vorläufige Suspendierung statt und erkannte die "offensichtliche Begründetheit der unbeabsichtigten Einnahme oder der unwissentlichen Kontamination mit der betreffenden Substanz" an.

"Endlich wieder auf Biathlon konzentrieren"

Rebecca Passler (24) war am 2. Februar vorläufig gesperrt worden, nachdem sie bei einer Dopingkontrolle außerhalb des Wettkampfs positiv auf Letrozol getestet worden war, ein Antiöstrogen, das in der Brustkrebstherapie eingesetzt wird. In der Folge hatte sie argumentiert, dass es sich bei dem Befund "um einen Fall von Kontamination handelt, für den die Athletin keine Schuld trifft".

Am Mittwoch hatte Passler noch vor der Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshof CAS eine Niederlage kassiert, da sich dieser "nicht zuständig fühlte" und an die NADO verwies – die nun grünes Licht gab.

"Es waren sehr schwierige Tage. Ich habe immer an meine gute Absicht geglaubt", sagte Passler: "Ich danke allen, die mir geholfen haben, von den Anwälten, die sich um meine Situation gekümmert haben, über den italienischen Wintersportverband bis hin zu meiner Familie und meinen Freunden. Jetzt kann ich mich endlich wieder zu 100 Prozent auf Biathlon konzentrieren."