Die frühere Nationalspielerin Klaveness führt seit 2022 den norwegischen Verband (NFF) als Präsidentin und zeigte international bereits mehrfach klare Kante. Kurz nach ihrem Amtsantritt hielt sie beispielsweise auf dem FIFA-Kongress in Doha eine flammende Rede, in dem sie den Weltverband für die WM-Vergabe an Katar kritisierte.
Auch nach der fragwürdigen Verleihung des Friedenspreises der FIFA an Donald Trump erhob sie ihre Stimme und schloss sich mit ihrem Verband einer Beschwerde der Menschenrechtsorganisation FairSquare an.
Infantino hofft auf Wiederwahl
FIFA-Boss Infantino hatte zuletzt versucht, Anteile an der Fußball-WM und an anderen Turnieren an Investoren zu verkaufen. Nach heftigem Widerstand gab er das weitgehend im Alleingang gestartete Vorhaben auf. Mittlerweile haben zahlreiche europäische Verbände ihre Unterstützung für seine Wiederwahl zurückgezogen.
Der Schweizer will sich eigentlich am 18. März kommenden Jahres in Rabat (Marokko) für eine dritte und letzte Amtszeit von vier Jahren als FIFA-Chef wählen lassen.
Öffentlich werden bereits mögliche Nachfolger wie UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, CONCACAF-Boss Victor Montagliani oder nun eben Klaveness diskutiert. Blatter selbst war nach Bekanntwerden eines Korruptionsskandals 2015 als FIFA-Präsident zurückgetreten, Infantino wurde ein Jahr später als Nachfolger gewählt.
