Zum Auftakt des Finales zeigte Matej Svancer einen rückwärts angefahrenen Tail Butter Triple Cork 1800 und erhielt dafür 91,75 Punkte. Mit einem Left Hand Drag Triple Cork 1980 – einem Trick, der zuvor noch nie im Wettkampf gestanden worden war – steigerte er sich auf 95,25 Punkte und rückte auf Zwischenrang drei vor.
Im dritten Versuch folgte ein Switch Left Tail Butter Triple Cork 2160, bewertet mit 96,00 Punkten. Forehand konterte jedoch mit 98,25 Punkten für seinen Sprung und blieb damit vor dem Österreicher.
Mit neuem Trick zu Bronze
"Ich wusste oben, dass ich eine Medaille fix habe, wollte aber noch mehr riskieren", erklärte Svancer im ORF-Interview. Er habe sich für einen besonders schwierigen Trick entschieden, den er erst einmal zuvor gestanden habe. Insgesamt sei es "der beste Wettkampf", an dem er je teilgenommen habe.
Die Bronzemedaille kam für ihn überraschend. Einige der gezeigten Tricks habe er kurzfristig ins Programm genommen, da andere Varianten nicht ausreichend gewesen wären. Umso zufriedener zeigte er sich mit dem Ergebnis.
ÖSV-Cheftrainer Martin Premstaller sprach von einem besonderen Moment für den österreichischen Freeski-Sport und betonte die historische Bedeutung der ersten Olympia-Medaille in dieser Disziplin.
Gold ging an den Norweger Tormod Frostad (195,50 Punkte), Silber an den US-Amerikaner Mac Forehand (193,25). Svancer kam nach drei Sprüngen auf 191,25 Zähler. Bereits in der Qualifikation hatte er mit 182,25 Punkten Rang zwei belegt.
