Es war alles andere als ein schlechter Auftritt von Jonny Clayton. Der Waliser wirft den besseren Average (93.67/91.32), hat am Ende aber eine deutliche Niederlage gegen Ryan Searle zu verkraften. Denn der traf beeindruckende 56,67 % seiner Check-outs. Vor allem die drei Check-outs über 100+ haben das Momentum auf seine Seite gezogen.
Beide Spieler legten im ersten Satz des neuen Dartsjahres äußerst motiviert los. Searle warf einen Average von 104.09, Clayton gar 113.34. Mit einem 96er-Finish sichert Searle sich direkt das erste Anwurf-Leg des Walisers und beendet den ersten Satz bei eigenem Anwurf mit einem weiteren High-Finish von 125.
Erst im vierten Set konnte sich Clayton das erste Mal belohnen und verkürzte auf 3:1. Doch anstatt weitere Hoffnung aufkeimen zulassen, ist Searle direkt wieder zur Stelle und schnappt sich durch ein 111er-Finish beim Anwurf-Leg von Clayton den wohl vorentscheidenden fünften Satz zum 4:1.
Die aktuelle Nummer 5 der Order of Merrit gab sich zwar nicht auf, verkürzte nochmal auf 4:2, hatte im letzten Satz dann aber keine Chance mehr und scheidet am Ende folgerichtig nach einem 5:2 für Searle aus. Der 38-jährige Engländer steht damit zum ersten Mal in seiner Karriere im Halbfinale des Ally Pally.
Zum Match-Center: Ryan Searle vs. Jonny Clayton
Hoods Lauf endet gegen Anderson
Gary Anderson und Justin Hood lieferten sich das zweite Duell am Nachmittag des Neujahrstages. Zweiterer hatte zu Beginn erkennbare Schwierigkeiten in die Partie zu finden. Anderson gab ihm lediglich eine Möglichkeit auf ein Doppel, welches Hood nicht traf. So sicherte sich der Routinier den ersten Satz direkt mit 3:0.
Der leichte Außenseiter wurde im zweiten Durchgang von der lautstarken Unterstützung des Ally Pally getragen und lieferte die direkte Antwort. Verunsichern ließ sich der normal beim Publikum sehr beliebte 55-Jährige aber nur kurz, fand dann nach einem 3:1 im zweiten Satz für Hood schnell wieder zu seinem Spiel. Es folge der zweite 3:0-Erfolg im dritten Durchgang zur erneuten Führung.
In Folge hatte Anderson die ausgezeichnete Möglichkeit, dieses Duell endgültig auf seine Seite zu ziehen. Mit einem 2:1 ging es in den zweiten Anwurf-Leg des Schotten, doch der Nummer 14 der Order of Merrit gelingt es nicht auf 3:1 zu stellen und so bekommt Hood nochmal eine Chance und schnappt sich auf beeindruckende Weise mit einem 120er-Finish das 3:2 im vierten Durchgang und gleich die Begegnung erneut aus.
Doch aus unerklärlichen Gründen kam Justin Hood nach der Pause völlig verunsichert zurück und machte das erste Mal in dieser Partie gleich zwei Doppelfehler in Folge. Diesen Patzer wusste Anderson zu nutzen und stellte durch das dritte 3:0 in seinem dritten Anwurf-Set auf 3:2 nach Sätzen. Der 38-jährige Engländer fand in der Folge nicht mehr zurück ins Geschehen und Anderson wurde immer heißer.
Nach einem Average von 104.86 im fünften Satz steigerte er sich in den folgenden zwei Durchgängen noch auf 112.38 und 107.36. Wobei letzterer nur durch mehrere verfehlten Matchdarts nochmal runtergegangen ist.
Justin Hood und Gary Anderson sorgen nach dem Viertelfinale erneut für beste Werbung für den Darts Sport. Denn beide bedanken sich mit breitem Grinsen Arm in Arm beim gut aufgelegten Ally Pally. Für Gary Anderson ist es bereits die achte Halbfinalteilnahme bei einer Darts-WM. Dort wird er entweder auf Luke Humphries oder Gian van Veen treffen.
Zum Match-Center: Gary Anderson vs. Justin Hood
