Darts Premier League: Littler patzt trotz MvG-Absage - Jonny Clayton profitiert und siegt

Jonny Clayton fühlte sich in Glasgow pudelwohl.
Jonny Clayton fühlte sich in Glasgow pudelwohl.Jane Barlow / PA Images / Profimedia

Im Fokus der dritten Premier League Nacht 2026 stand die Absage von Michael van Gerwen, der Niederländer musste wegen Krankheit verzichten, doch die direkte Konkurrenz um Littler, Humphries und Price konnte nicht profitieren. Entgegen der Erwartungen war es ein Abend der "Underdogs" in Glasgow, was für die Zuschauer im OVO Hydro eine wilkommene Abwechslung darbot.

Direkt zum Auftakt in die dritte PL-Nacht zeigte Gian van Veen sein A-Game und konnte mit 6:3 gegen Stephen Bunting triumphieren. Der Niederländer warf 104,36 und zog ohne Probleme in die Semis ein, während Luke Humphries im Nachgang diesen Average sogar nochmal toppen konnte. Der Ex-Weltmeister knallte beim 6:2 über Josh Rock einen Durchschnitt von 105,95 ins Board und setzte mich 3:0 180ern ein absolutes Statement, was sich jedoch nicht als nachhaltig erweisen sollte.

Jonny Clayton hingegen sorgte für eine Überraschung, in einem, vom Average her, engen Spiel, bezwang er einen formstarken Gerwyn Price. Gegen seinen Landsmann hatte "The Ferret" durchgängig die Nase vorne, um am Ende mit 6:3 den Sieg davonzutragen und sich einen Platz unter den besten vier Spielern des Abends zu sichern. Dort stand Luke Littler bereits als Gegner fest, nachdem Michael van Gerwen krankheitsbedingt absagte. "The Green Machine" lag laut Niederlande-Legende und TV-Reporter Vincent van de Voort komplett flach, musste sogar Antibiotika nehmen.

Clayton mit Statement-Sieg

Im Kampf ums Finale war es dann der Abend der Überraschung, nachdem alle Luke gegen Luke erwarteten, kam es komplett anders. Den Anfang machte dabei Gian van Veen, der mit seinem Timing gegen Luke Humphries auftrumpfte. Trotz einem Average von 95,75 zu 103,25 schaffte es der Niederländer ein 2:4 noch auf ein 6:5 zu drehen und das Finalticket zu lösen. Bitter für "Cool Hand Luke", der sich die wichtigen Punkte in Abstinenz von Michael van Gerwen sicherlich gerne gesichert hätte.

Noch weniger erwartet hat man aber das Ergebnis des zweiten Spiels. Luke Littler, der hier sein erstes Spiel des Abends bestritt, scheiterte, vielleicht auch aufgrund der fehlenden "Aufwärmrunde" mit 6:1 an Jonny Clayton. Der Walise spielte sensationell 101,33 bei vier 180ern, um im Endspiel das Duell mit Gian van Veen zu besorgen.

Dort ging es weiter mit dem tollen Momentum von "The Ferret", der schlussendlich mit 6:2 triumphierte und dabei einen Average von 104,35 warf. Der König von Glasgow krönte sich schlussendlich also mit einer Meisterleistung.

Match-Center: Gian van Veen vs. Jonny Clayton