Demichelis wuchs in einer kleinen Stadt in Argentinien mit 8000 Einwohnern auf. "Mein Vater hatte ein Getränkegeschäft. Das war von Montag bis Sonntag geöffnet. Es gab kein frei und keine Ferien. Ich habe früh realisiert, wie hart meine Eltern arbeiten mussten, um mir Fußballschuhe zu kaufen. Hatten wir Essen im Überfluss? Nein. Hat es mir jemals an Essen gefehlt? Nein. Ich hatte eine normale, schöne Kindheit", sagte Demichelis, dessen Mutter früh verstarb.
Als Spieler schaffte es Demichelis unter anderem zu Bayern München, Atlético Madrid, Manchester City und Espanyol Barcelona, als Trainer zu RCD Mallorca und seit Sommer zu RB Leipzig. Dort hatte es nach zwei mäßigen Spielen auch schnell Kritik gegeben. Überraschend kam das für Demichelis nicht. "Das Fußballgeschäft ist so, und das weiß ich. Erst recht in den großen Klubs. Es geht einzig ums Gewinnen. Was anderes interessiert nicht", sagte er.
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Auch deshalb lese er kaum Zeitung. "Ich schaue wenig darauf, was die Medien berichten. Weder, wenn wir gewinnen, noch, wenn wir verlieren. Ich verändere mich nicht. Ich rede genauso mit meinen Spielern oder den Mitarbeitern, ganz egal, wie das Spiel ausgegangen ist. Das ist meine Art", sagt er.
