Noch im April war die WM-Teilnahme Zidanes in den USA, Mexiko und Kanada aufgrund einer schweren Kopfverletzung fraglich gewesen. Im Spiel seines spanischen Zweitliga-Klubs FC Granada prallte er mit einem Gegenspieler zusammen und erlitt einen Kiefer- und Kinnbruch. Bei der WM spielt er deshalb aus Sicherheitsgründen mit einer auffälligen Maske.
Zidane besitzt wie sein berühmter Vater, Weltmeister 1998 mit Frankreich, die Staatsbürgerschaften Frankreichs und Algeriens, er entschied sich, für die Heimat seiner Großeltern zu spielen. Im September 2025 hatte die FIFA einen Antrag auf einen Verbandswechsel bewilligt.
Match-Center: Argentinien vs. Algerien
Druck nach Auftaktniederlage
"Mein Vater hat sich gefreut, denn er wusste, dass ich das unbedingt machen wollte. Bei einer Weltmeisterschaft spielen zu können, ist der Traum eines jeden Kindes", sagte Luca Zidane zu seiner Entscheidung. Er habe immer versucht, seinen eigenen Weg zu gehen.
Und dieser führt ihn (wahrscheinlich) in mindestens zwei weitere WM-Spiele. In Gruppe J stehen die Algerier nach der klaren Auftaktniederlage (0:3) bereits unter Druck, weitere Gegner sind Jordanien und Österreich.
Gegen Argentinien flog Zidane einem nicht unhaltbaren Weitschuss von Messi (17.) vergeblich hinterher, in der zweiten Halbzeit ließ er einen Distanzschuss (60.) unglücklich vor die Füße des WM-Rekordtorschützen prallen. Beim dritten Treffer des argentinischen Superstars (76.) in Kansas City war er dann machtlos.
