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Deutsche Hockey-Herren verlieren gegen Spanien und stehen vor Endspiel ums Halbfinale

Aktualisiert
Deutschland muss nun gegen Australien gewinnen
Deutschland muss nun gegen Australien gewinnenFIH/WorldSportPics

Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Männer hat bei der Weltmeisterschaft eine bittere Niederlage kassiert und bekommt ein Endspiel ums Halbfinale. Im ersten Duell der Zwischenrunde verlor der Titelverteidiger gegen Spanien mit 1:2 (1:1) und muss am letzten Spieltag gewinnen. Wie die Iberer steht Deutschland bei drei Punkten, die ersten beiden Mannschaften der zwei Vierergruppen spielen die Medaillen aus. Australien liegt nach einem 1:1 gegen Belgien mit vier Zählern an der Spitze.

Im belgischen Wavre brachte Justus Weigand (26.) die "Honamas" nach einer Hereingabe von Michel Struthoff zunächst verdient in Führung. José Basterra (29.) glich mit einem perfekt geschlagenen Siebenmeter aus und sorgte mit seinem zweiten Tor (50.) nach einem Patzer des ansonsten starken Torwarts Jean Danneberg für die Entscheidung zugunsten der in der zweiten Hälfte deutlich verbesserten Spanier.

Zum Match-Center: Deutschland vs. Spanien

"Es war ein typisches Spiel gegen Spanien. Wir haben sehr gut in der ersten Halbzeit gespielt", sagte Thies Prinz bei MagentaTV: "Am Ende waren wir vorne nicht gefährlich genug. Wenn du nur ein Tor schießt, wird es brutal schwer gegen Spanien." Bundestrainer André Henning sprach mit Blick auf Sonntag von einem "gefühlten Viertelfinale. So werden wir es auch angehen. Wenn wir drei Punkte holen, sind wir gut im Rennen. Das ist jetzt der Auftrag. Es ist superschwer, Australien zu zähmen. An guten Tagen kriegen wir das hin - heute war keiner."

Hennings Mannschaft hatte ebenso wie Australien einen "Vorsprung" von drei Punkten in die zweite WM-Phase mitgenommen, weil sie den ebenfalls weitergekommenen Gastgeber Belgien in der Gruppenphase besiegt hatte (1:0).

Deutschland hat Halbfinale weiter selbst in der Hand

"Spanien ist ein junges, technisch versiertes Team", hatte Henning vor Beginn der Zwischenrunde gewarnt: "Das, kombiniert mit ihrer Schnelligkeit, macht sie zu einem extrem starken Gegner." Seine Mannschaft begann überlegen und mit einigen Abschlüssen, auch die Spanier stießen ab dem zweiten Viertel punktuell vor. Als Struthoff aber einen Schlag in Richtung zweiter Pfosten setzte, stand Weigand richtig und fälschte zu seinem dritten Turniertor ab.

48 Sekunden vor der Pause brachte Basterra die Spanier vom Punkt aus zurück, Christopher Rühr hatte im eigenen Kreis gefoult. Nach dem Seitenwechsel war Deutschland zunächst im Glück: Nach einer Strafecke klärte Hannes Müller auf der Linie. Zehn Minuten vor dem Ende patzte Danneberg: Er wollte den Ball mit der Innenseite des Fußes klären, passte ihn aber genau in den Schläger von Basterra.

Zum Abschluss der Zwischenrunde hält Deutschland am Sonntag (17.30 Uhr/MagentaTV) gegen die Australier das Schicksal in der eigenen Hand. Später am Abend (20.30 Uhr) duellieren sich Belgien und Spanien.