"Emotionales Homecoming": Nationalspieler Kahun kehrt zurück nach München

Kahun verlässt die Schweiz und kehrt zurück in die DEL
Kahun verlässt die Schweiz und kehrt zurück in die DELČTK / imago sportfotodienst / MANUEL GEISSER

Nationalspieler Dominik Kahun kehrt nach acht Jahren in der NHL und der Schweiz in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) zu Red Bull München zurück. Der Silbermedaillengewinner von Olympia 2018 und der WM 2023 hatte seinen Vertrag beim Schweizer Erstligisten HC Lausanne vorzeitig aufgelöst.

"Es fühlt sich wie ein großes und emotionales Homecoming an. Es ist der perfekte Zeitpunkt für mich und meine Familie, hier Wurzeln zu schlagen", sagte der 30-Jährige, der mit der DEB-Auswahl bei seiner neunten WM nach der Vorrunde ausgeschieden war.

Dominik Kahun hatte im vergangenen Sommer seine Lebensgefährtin Antonia geheiratet, im August erwartet das Paar das erste Kind.

Spannende Karriere

Kahun spielte bereits von 2014 bis 2018 in München und gewann dreimal in Folge die deutsche Meisterschaft. Nach dem Silbercoup von Pyeongchang wechselte er in die NHL, in der er für die Chicago Blackhawks, die Pittsburgh Penguins, die Buffalo Sabres und die Edmonton Oilers 188 Spiele bestritt.

2021 kehrte er nach Europa zurück zum SC Bern, wo er zu den Topscorern der National League gehörte, mit Lausanne wurde er 2025 Vizemeister.

Stammkraft im deutschen Team

"Der Kontakt ist über die Jahre nie abgerissen", sagte Red Bull Münchens Manager Christian Winkler, "als sich nun die Chance ergeben hat, Dominik im besten Eishockeyalter zurückzuholen, haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dies zu realisieren."

In der Nationalmannschaft gehört Kahun seit Jahren zu den stärksten Offensivkräften, er ist einer von nur vier doppelten Silberhelden, die 2018 und 2023 sensationell ins Finale vorstießen.

Bei der laufenden WM in der Schweiz blieb er allerdings deutlich hinter den Erwartungen zurück und verbuchte keinen einzigen Scorerpunkt.

Kahun (r.) bei der Eishockey-WM 2026
Kahun (r.) bei der Eishockey-WM 2026REUTERS/Denis Balibouse