Eigentlich sollte der dänische Nationalspieler bereits am vergangenen Freitag wieder zum Team stoßen. Daraus wurde jedoch nichts.
Sportdirektor Dieter Hecking bestätigte gegenüber der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung, dass sich der Mittelfeldspieler zunächst in Dänemark einem individuellen Rehabilitationsprogramm unterziehen wird: "Geplant war, dass er zum Kader für das Testspiel gegen Lyon (0:2) stößt und anschließend mit ins Trainingslager reist. Leider war das nicht möglich. Er wird demnächst in Dänemark mit einem individuellen Reha-Programm beginnen, das vermutlich einige Zeit in Anspruch nehmen wird", so der Trainer der Vorsaison.
"Wir werden keinen Druck ausüben"
Wann Eriksen wieder auf den Trainingsplatz zurückkehren kann, ist derzeit völlig offen. Für Wolfsburg steht ohnehin die Gesundheit des Spielmachers an erster Stelle: "Wir werden keinen Druck auf ihn ausüben. Es ist eine sehr sensible Situation, mit der wir äußerst verantwortungsvoll umgehen", sagte Hecking.

Einen konkreten Zeitplan für eine Rückkehr gebe es aktuell nicht. Eriksen war am 7. Juni während des Freundschaftsspiels der dänischen Nationalmannschaft gegen die Ukraine auf dem Platz zusammengebrochen. Der Mittelfeldspieler griff sich an die Brust und sackte plötzlich zu Boden. Nach der Erstversorgung auf dem Spielfeld kam Eriksen rasch wieder zu Bewusstsein. Anschließend konnte er den Weg zum Krankenwagen selbstständig antreten und wurde ins Universitätskrankenhaus Odense gebracht.
Herzspezialist rät zum Karriereende
Für Diskussionen sorgte zuletzt die Einschätzung des dänischen Herzspezialisten Henning Molgaard. Gegenüber Bold.dk erklärte der Kardiologe, aus medizinischer Sicht wäre ein Karriereende nach dem zweiten Zusammenbruch die vernünftigste Entscheidung. Molgaard begründete seine Einschätzung damit, dass bei Eriksen ein hohes Risiko bestehe, erneut einen Zusammenbruch zu erleiden.
Während Eriksen seine Rehabilitation fortsetzt, bereitet sich der VfL Wolfsburg auf den Start in die neue Zweitliga-Saison vor. Zum Auftakt empfängt die Mannschaft am 8. August den 1. FC Kaiserslautern. Ob Eriksen in den kommenden Wochen wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann, bleibt weiterhin ungewiss.
