"Das Einzige, was ich daraus mitnehme, ist, dass wir uns trotz der vergangenen Misserfolge vor den anderen nicht verstecken müssen. Jürgen Klopp war beim Finale als TV-Experte dabei, er wird genau das auch gesehen haben", sagte der 79-Jährige, der Deutschland bei der EM 1996 zum Titelgewinn geführt hatte.
Dass Klopp auf der Mission, den DFB aus der Krise zu führen, keine 180-Grad-Wende benötige, machte Vogts auch an dem eher unspektakulären und letztlich erfolgreichen Spiel von Weltmeister Spanien fest. "Es war weitgehend ein reines Ballgeschiebe, sicherlich auf hohem Niveau, aber ich habe kaum etwas Besonderes, etwas Außergewöhnliches in den 120 Minuten gesehen", analysierte der frühere Abwehrspieler, der als Nationalspieler 1974 Weltmeister wurde.
"Wo war Messi, wo war Yamal? Wo waren die Momente?", befand Vogts und stellte damit heraus, dass keine Einzelaktionen den Unterschied machten. Andere ehemalige Weltmeister wie Sami Khedira oder Toni Kroos hatten bei der DFB-Elf vor allem die fehlende Weltklasse als großes Manko ausgemacht. "Es ist nicht alles schlecht, aber es gibt genug zu tun", sagte Vogts.
