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"Fast eine Zäsur": Heidenheim nach Pokal-Blamage "am Boden"

Heidenheim scheiterte an einem Regionalligisten
Heidenheim scheiterte an einem RegionalligistenCARMEN JASPERSEN / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Verpatzter Ligastart, löchrige Defensive, Pokal-Blamage: Der 1. FC Heidenheim befindet sich nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga auch zum Auftakt der neuen Saison in einer Abwärtsspirale.

"Jetzt liegen wir am Boden und müssen zu Recht die Kritik auf uns einprasseln lassen", sagte Trainer Frank Schmidt nach dem bitteren 2:5 (1:3) beim Regionalligisten SSV Jeddeloh II in Oldenburg. Der 1. FC Heidenheim sei in einer "ganz schweren Situation, die wir so in der Form noch nicht hatten".

Erstmals seit fünf Jahren scheiterte der FCH an der Auftakthürde, doch viel schwerer wiegt die allgemeine sportliche Schieflage.

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Mainka findet deutliche Worte

"Das ist schon fast eine Zäsur", sagte Kapitän Patrick Mainka bei Sky zum Pokal-Aus: "Das ist hochgradig peinlich, wie wir hier aufgetreten sind, nachdem das Spiel mit dem 1:0 eigentlich in unsere Richtung gelaufen ist. Wir haben durch ganz einfache Sachen den Gegner wieder stark gemacht." Er müsse "traurigerweise sagen, dass diese Niederlage absolut verdient ist".

Die Statistiken zum Spiel
Die Statistiken zum SpielFlashscore

Das Team habe ohne Ordnung oder "jegliche Organisation" gespielt. Das – betonte Mainka allerdings deutlich – habe nichts mit Trainer Schmidt zu tun.

Dieser sah aufgrund einer Sperre lediglich von der Tribüne aus, wie sein Team immer tiefer in die Krise schlitterte. Nach der frühen Führung durch Yannik Wagner (12.) offenbarten die Gäste besonders in der Defensive große Schwächen.

Schon in den ersten beiden Saisonspielen musste Heidenheim sieben Gegentore (drei Punkte) hinnehmen. Jeddeloh II drehte die Partie – und schraubte das Ergebnis in die Höhe.

Krisenmodus aktiviert

In der 2. Bundesliga gab es zuletzt ein 1:4 gegen Hertha BSC. "Wenn das Berlin-Spiel ein Schuss vor den Bug war, dann hat dieses Spiel heute das Schiff versenkt", polterte Mainka. Es sei eine sehr "prekäre Situation, in der sich jeder hinterfragen muss".

Mainka sieht viel Verbesserungspotenzial
Mainka sieht viel VerbesserungspotenzialALEXANDER HASSENSTEIN / GETTY IMAGES EUROPE / GETTY IMAGES VIA AFP

Schmidt forderte bei aller "berechtigten Kritik" dennoch Unterstützung ein, "dass wir nicht früh in der Saison in die Region kommen, aus der es dann auch in der 2. Liga ganz schwer ist, wieder herauszukommen."

Schon am Samstag (13 Uhr/Sky) soll es im Heimspiel gegen Dynamo Dresden ein Erfolgserlebnis geben. "Fußball kann man auch schnell wieder drehen. Und das möchte ich mit meiner Mannschaft bis nächste Woche hinbekommen."