Sebastian Grönning (39.) erzielte im Ruhrstadion an der Castroper Straße das erste Tor der 53. Zweitliga-Spielzeit und den goldenen Treffer des Abends. Hertha darf sich zumindest vorläufig erstmals seit knapp 13 Jahren wieder Tabellenführer nennen. Bochum dagegen verlor zum sechsten Mal in Serie sein Auftaktspiel.
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"Super Spiel von uns", sagte Berlins Verteidiger Niklas Kolbe am Sat.1-Mikro: "Siege sind immer schön. Abgänge hin oder her, das gibt's immer im Fußball."

Berlins Trainer Leitl hatte sich nach dem personellen Umbruch mit 13 Abgängen und bislang nur einem Neuzugang in Optimismus geübt und prognostiziert, dass es in Bochum "richtig knallen" werde. Auf der Gegenseite freute sich Uwe Rösler auf "das Adrenalin von den Rängen" – und heizte diese selbst mit geballten Fäusten noch einmal ein.
Eine große Choreo mit den Bochumer Wahrzeichen und Herbert Grönemeyers "Bochum" sorgten dazu schon beim Einlaufen neben der Meisterschale für die angemessene Atmosphäre.
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Nach einer zähen Anfangsphase stand dann der Gästeblock im Fokus. Weil ein Zaunbanner der Berliner ein Fluchttor verdeckte, sah sich Schiedsrichter Wolfgang Haslberger in der 19. Minute zu einer sechsminütigen Spielunterbrechung genötigt.

Erst nach einer halben Stunde kam es zu sportlichen Akzenten. Erst war beim Kopfball von Bochums Philipp Hofmann (30.) zu wenig Druck dahinter, dann schoss Berlins Soufian Gouram (32.) zu hoch. Der 20-Jährige aus der Nachwuchsabteilung steckte wenig später fein durch – und Stürmer Grönning, der überraschend den Vorzug vor Luca Schuler bekommen hatte, lupfte zur Führung ein. Berkan Taz hätte direkt antworten können, der Bochumer scheiterte per Kopf jedoch knapp (41.).
Wie schon zu Spielbeginn benötigte die Begegnung vor 26.000 Zuschauern nach der Pause etwas Anlauf. Erneut fand eine Flanke den Kopf von Routinier Hofmann (57.), der den Ball aufs Tornetz setzte. Es war der Auftakt einer Drangphase. Taz kam frei zum Abschluss, doch Kolbe blockte mit einer Grätsche in letzter Not (64.).
