ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 18. Runde

ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 18. Runde
ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 18. RundePhoto by Fröhlich / Pascal Fröhlich / Alamy / Profimedia

Die ADMIRAL Bundesliga ist im Jahr 2026 angekommen und der Bundesliga-Auftakt lieferte sportlich wie emotional reichlich Stoff: Effizienz, Arbeitssiege, Negativrekorde und ein starkes Zeichen abseits des Rasens.

Die erste Runde der ADMIRAL Bundesliga nach der Winterpause brachte klare Aussagen. Die Austria setzte in Salzburg ein Ausrufezeichen, Rapid rutschte weiter in die Krise, LASK und Sturm hielten mit Pflichtsiegen den Anschluss an die Spitze – und für Blau-Weiß Linz wird der Abstiegskampf zunehmend zur ernsten Realität. Abseits des Platzes sorgten Rapid-Fanklubs mit einer bemerkenswerten Spendenaktion für positive Schlagzeilen.

Es ist also wieder einmal allerhöchste Zeit, einen genauen Blick auf die Tops und Flops zwischen Fehlstart, „Boss Mode“, Arbeitssiegen und einer eindrucksvollen Fan-Aktion zu werfen! 

 

TOP – Violette Effizienz in Salzburg

Die Wiener Austria ist mit einem echten Ausrufezeichen ins Jahr 2026 gestartet. Beim 2:0-Auswärtssieg gegen Red Bull Salzburg erwischten die Veilchen den Tabellenführer eiskalt und feierten den ersten Erfolg in der Red Bull Arena seit über elf Jahren. Salzburg hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, fand gegen die kompakte und disziplinierte Austria aber kaum Lösungen. Stattdessen schlugen die Gäste gnadenlos effizient zu: Abubakr Barry traf sehenswert ins Kreuzeck, nur drei Minuten später erhöhte Johannes Eggestein nach einem Standard. Zwei Chancen, zwei Tore – mehr brauchte es nicht.

 

 

Defensiv stand die Austria über weite Strecken tief, aber äußerst kontrolliert. Salzburg kam zwar zu Abschlüssen, blieb jedoch harmlos. Sahin-Radlinger entschärfte die wenigen zwingenden Möglichkeiten, während die violette Defensive kaum etwas zuließ. Trainer Stephan Helm sprach danach vom ausgerufenen „Boss Mode“ – einer klaren Haltung, die Kontrolle über das eigene Spiel zu übernehmen und nicht in die Stärken des Gegners zu laufen. Der Plan ging auf. Die Austria nahm Salzburg Tempo, Tiefe und Aggressivität, agierte reif und selbstbewusst. Oder, wie Kapitän Manfred Fischer es formulierte: „Wenn wir so auftreten, sind wir extrem unangenehm zu bespielen.“

Ein Auftritt, der nicht nur drei Punkte brachte, sondern auch reichlich Selbstvertrauen – pünktlich vor dem Wiener Derby.

 

FLOP – Rapid mit neuem Negativrekord

Apropos Wiener Derby: Bei Rapid lief es im Heimspiel gegen Hartberg weniger erfolgreich. Das 1:1 brachte nicht die erhoffte Wende, sondern einen historischen Tiefpunkt: Seit elf Bewerbsspielen wartet Rapid auf einen Sieg – so lange wie noch nie seit Gründung der Bundesliga 1974.

Dabei war der Auftritt phasenweise ordentlich, vor allem nach der Pause. Trainer Johannes Hoff Thorup sprach von besserem Flow und höherem Tempo, doch am Ende fehlte erneut das Entscheidende: Effizienz und ein Quäntchen Glück. Hartbergs Treffer fiel (un)glücklich über die Stange, an Hedls Rücken und von da ins Tor. Rapids möglicher Siegtreffer wurde wegen hauchdünnem Abseits aberkannt. Aus sechs Ligaspielen holten die Hütteldorfer zuletzt nur drei Punkte, vor Heimpublikum gab es aus neun Pflichtspielen lediglich vier Zähler.

 

 

Ein Hoffnungsschimmer war Neuzugang Andreas Weimann, der trotz minimaler Vorbereitung startete und Akzente setzte. Tore blieben aber aus. Immerhin: Der viel gescholtene Gulliksen konnte mit seiner Flanke den Ausgleich durch Bolla sehenswert vorbereiten. Nun wartet ausgerechnet im Derby gegen eine aktuell starke Austria die Wende bringen. Eine kleine Hoffnung für Rapid: Im ersten Saisonderby kamen die Veilchen als absolute Underdogs nach Hütteldorf und schafften dort eben diese wichtige Wende und starteten zugleich endgültig den damaligen Rapid-Negativlauf unter Peter Stöger. Denn eines ist klar: Im Fußball kann es immer wieder auch schnell gehen – bergauf und bergab. 

 

TOP – LASK und Sturm mit Arbeitssiegen

Nicht alles glänzte, aber beide lieferten ab: LASK und Sturm Graz hielten sich mit knappen Siegen in der Spitzengruppe und unterstrichen ihre Ambitionen.

Der LASK tat sich gegen die WSG Tirol lange schwer, schlug aber eiskalt zu. Samuel Adeniran köpfte nach 17 Minuten zum entscheidenden 1:0 ein. Danach kontrollierten die Linzer die Partie, ohne sie frühzeitig zu entscheiden. „Ein hartes Stück Arbeit“, nannte es Dietmar Kühbauer – am Ende stand dennoch der zehnte Sieg im elften Pflichtspiel unter ihm und der Gleichstand mit Tabellenführer Red Bull Salzburg.

 

 

Auch Sturm Graz musste kämpfen. Gegen mutige Rieder fehlte lange die Durchschlagskraft, ehe Youngster Jacob Peter Hödl in der 86. Minute mit seinem ersten Ligator erlöste. Ein später, aber enorm wichtiger 1:0-Heimsieg, der Sturm bis auf einen Punkt an das Spitzenduo heranführte.

 

 

FLOP – Für Blau-Weiß Linz wird es eng

Die Situation beim FC Blau-Weiß Linz spitzt sich auch nach dem Trainerwechsel weiter zu. Die 0:1-Niederlage beim SCR Altach war eine weitere verpasste Chance im Abstiegskampf.

Entschieden wurde die Partie durch ein einstudiertes Eckballtor von Ouedraogo, danach fand Blau-Weiß trotz größerem Engagement keinen Weg zurück. Selbst in Überzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen den Torschützen blieb der erhoffte Druck aus. Einzelne Chancen waren da, die Durchschlagskraft fehlte jedoch erneut.

Während Altach den Vorsprung auf das Tabellenende auf 13 Punkte ausbaute, fehlen Blau-Weiß nun bereits fünf Zähler auf den Vorletzten GAK, der gegen den WAC immerhin einen Punkt holen konnte. Köllner sprach von einem „glücklichen Sieg“ für Altach und mahnte zur Ruhe – die Tabelle spricht allerdings eine klare Sprache: Für die Linzer wird es zunehmend enger.

 

TOP – Rapid-Fanklubs sammeln mehr als 121.000 Euro für den guten Zweck

Abseits der sportlichen Krise setzten die Fans des SK Rapid ein starkes Zeichen. Im Rahmen der Initiative „Wiener helfen Wienern“ sammelten aktive Rapid-Fanklubs gemeinsam mit der gesamten Rapid-Familie 121.312,88 Euro für den Verein Rainman's Home, der autistischen Kindern eine Tagesstruktur bietet.

Die Spenden kamen über mehrere Monate hinweg zusammen – durch Sammelaktionen bei Heimspielen, Veranstaltungen wie einem Kinoabend sowie einem großen Spendenabend im Casino Baumgarten. Zusätzlich steuerten Mannschaft sowie Trainer- und Betreuerteam erneut 10.000 Euro bei. Eine beeindruckende Summe und ein starkes Beispiel dafür, was Faninitiativen abseits ihrer üblichen Themen bewirken können.