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ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 2. Runde

Aktualisiert
ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 2. Runde
ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 2. RundeČTK / imago sportfotodienst / Lukas Biereder

Sechs Siege am Stück, ein doppelter, violetter Absturz zum Auftakt, ein Sturm-Joker-Sieg, eine erste Lektion für den Aufsteiger und eine Kärntner Serie geht weiter: In Runde 2 war wieder viel los!

Die zweite Runde der ADMIRAL Bundesliga 2026/27 ist geschlagen und sie brachte vor allem eine Erkenntnis: Rapid gewinnt und gewinnt weiterhin, auch wenn der Auftritt in Ried keineswegs makellos war. Bei der Austria setzte sich der die Misere vom Vorwochenende nahtlos fort, während Aufsteiger Austria Lustenau nach dem mutigen Auftakt gegen Ried eine erste Bundesliga-Lektion erteilt bekam. Sturm Graz fand dank starker Joker doch noch zum ersten Saisonsieg und der Wolfsberger AC hielt seine beeindruckende Serie ungeschlagener Heimspiele sogar gegen Salzburg am Leben.

 

TOP – Rapid feierte den 6. Sieg im 6. Spiel

Ganz nach Belieben und souverän lief es für Rapid in Ried noch nicht, gewonnen wurde trotzdem. Jannes Horn brachte die Hütteldorfer mit seinem ersten Treffer im Rapid-Dress früh in Führung (8.), ehe die Grün-Weißen im zweiten Durchgang zunehmend abbauten. Es kam, wie es kommen musste: Ex-Rapid-Kapitän Stefan Schwab glich per Kopfball aus (74.) – ausgerechnet gegen Rapid. Nur drei Minuten später schlug Rapid aber zurück: Moulaye Haidara nutzte eine Unachtsamkeit der Rieder Abwehr nach einem langen Ball von Hedl zum 2:1-Siegtreffer (77.).

Offensiv wurde Rapid im Laufe der zweiten Hälfte merklich schwächer, defensiv leistete sich die Mannschaft kleinere Wackler – Schönheitspreise gab es an diesem Nachmittag also keine. Dafür stand am Ende der sechste Pflichtspielsieg in Folge und sechs Punkte aus zwei Bundesliga-Spielen.

 

 

„Es ist ein guter Start in die Saison. Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden, da hatten wir das Spiel großteils unter Kontrolle", resümierte Trainer Johannes Hoff Thorup. Selbst Rieds Mario Despotovic musste anerkennen: „Rapid ist extrem gut im Ballbesitz, da ist es sehr schwierig, einen Zugriff zu bekommen." 

 

FLOP – Austria Wien weiter ohne Punkt und ohne Tor

Was für Rapid die erfolgreiche Serie war, wurde für die Austria zur Fortsetzung der eigenen Misere. Nach dem 0:3-Fehlstart beim WAC ging es gegen Titelverteidiger LASK direkt weiter: Andres Andrade brachte die Linzer nach einem Corner in Führung (54.), ehe Moses Usor nach einem verschossenen Elfmeter im Nachschuss auf 2:0 erhöhte (83.).

Besonders bitter: Gleich zwei Austria-Treffer wurden vom Schiedsrichter nicht anerkannt – einmal wegen Abseits, einmal wegen Handspiels. Zu allem Überfluss sah auch noch Aleksandar Dragović wegen eines Handspiels Rot, sodass die Veilchen die Schlussphase in Unterzahl bestreiten mussten. Nach zwei Runden steht die Austria damit ohne Punkt und ohne eigenes Tor am Tabellenende.

 

TOP – Sturm Graz gelang dank starker Joker der erste Saisonsieg

Nach torlosem ersten Durchgang in Hartberg brauchte Sturm Graz einen Weckruf und bekam gleich zwei: Zunächst sah Hartbergs Konstantin Schopp, Sohn von Trainer Markus Schopp, nach wiederholten Fouls an Sturms Hödl die Rote Karte (60.). Danach brachte Trainer Fabio Ingolitsch mit einem Dreifachwechsel (62.) frischen Schwung: Nelson Weiper, Simon Seidl und Emran Soglo kamen rein und drehten die Partie im Alleingang.

Weiper köpfte nach Seidl-Vorlage zur Führung ein (69.) und schloss nur zwölf Minuten später unbedrängt zum 2:0-Endstand ab (81.). Für die Grazer, immerhin Vizemeister, war es nach dem 1:1 bei der WSG Tirol der erste Liga-Dreier der Saison.

 

 

„Das waren keine Einwechsler, sondern Gamechanger", brachte es Ingolitsch nach dem Spiel auf den Punkt. Hartbergs Markus Schopp musste dagegen zusehen, wie die eigene starke erste Hälfte durch die Rote Karte des Sohnes zunichtegemacht wurde.

 

FLOP – Austria Lustenau bekam die erste Bundesliga-Lektion

Nach dem mutigen Auftakt gegen Ried folgte für Austria Lustenau prompt der erste Dämpfer nach dem Wiederaufstieg. Beim GAK, der sich im Vergleich zur erfolglosen Auftaktleistung beim LASK deutlich verbessert präsentierte, gerieten die Vorarlberger früh in Rückstand: Donovan Pines köpfte nach einer Lichtenberger-Flanke zur Führung ein (18.).

Dion Kacuri glich nach der Pause aus spitzem Winkel sehenswert aus (51.) und nährte kurzzeitig die Hoffnung auf einen Punktgewinn. Doch der GAK antwortete: Nach einem zweiten Eckball setzte sich Alexander Hofleitner robust durch und köpfte zum entscheidenden 2:1 ein (66.). Von diesem Rückschlag erholte sich Lustenau bis zum Ende nicht mehr.

 

 

„Willkommen in der Bundesliga, das ist dann halt so", brachte es Trainer Markus Mader nach dem Spiel mit einem Augenzwinkern auf den Punkt und erkannte den verdienten GAK-Sieg an. Für den Aufsteiger ein erster kleiner Realitätscheck nach dem furiosen Debüt.

 

TOP – Wolfsberger AC verlängerte seine Serie sogar gegen Salzburg

Der WAC ließ sich von der spielerischen Übermacht Salzburgs nicht beeindrucken und holte gegen den großen Favoriten einen weiteren wertvollen Punkt. Giacomo Vrioni nutzte einen Torwartfehler von Zawieschitzky zur Führung (67.), ehe Yorbe Vertessen nach einer Freistoßflanke aus kurzer Distanz ausglich (79.). Salzburgs Neo-Coach Danny Röhl musste seinem Team dabei zusehen, wie es trotz drückender Feldüberlegenheit nicht zum Sieg reichte. Keeper Polster hielt beim WAC mehrfach stark.

Mit dem Remis blieb der WAC bereits seit zehn Heimspielen in der Liga ungeschlagen, gegen Salzburg speziell gelang unter Trainer Thomas Silberberger sogar das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage.

„Das ist ein glücklicher Punkt, aber ein Punkt der Leidenschaft. Die Mannschaft ist als Team aufgetreten", freute sich Silberberger. Röhl haderte hingegen: „Das Spiel hätten wir gewinnen müssen, wir haben zwei Punkte liegen gelassen." Für den WAC zählte am Ende nur das Ergebnis und ganz wichtig: die Serie lebt weiter.