Das erste Ziel ist bereits nach 30 Spieltagen in der Fußball-Bundesliga erreicht, 15 Punkte beträgt der Vorsprung auf "Verfolger" Borussia Dortmund. Das fühle sich "wunderschön" an, verriet Trainer Kompany: "Das muss man genießen. Aber es ist noch nicht vorbei. Es geht weiter."
Raphael Guerreiro (32.), Nicolas Jackson (33.), Alphonso Davies (37.) und Harry Kane (52.) trafen zum erneuten Titelgewinn des Rekordmeisters – doch bei dem einen soll es in dieser Saison nicht bleiben. In der Champions League stehen die Münchner vor einem Gigantenduell mit Paris Saint-Germain (28. April und 6. Mai), bereits am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) wollen sie im Halbfinale des DFB-Pokals bei Bayer Leverkusen erstmals seit 2020 ins Finale von Berlin einziehen. Titelverteidiger VfB, für den in München Chris Führich (21.) und Chema Andres (88.) trafen, fordert tags darauf den SC Freiburg.
Am Sonntag aber durften sich die Bayern erstmal vom Großteil der 75.000 Fans in der Allianz Arena feiern lassen – zurecht. Seit dem ersten Spieltag, einem 6:0 gegen RB Leipzig, thronten die Münchner ununterbrochen an der Tabellenspitze und fegten mit ihrer Rekord-Offensive teils unaufhaltsam über die Liga hinweg. Das Ergebnis: Die 13. Meisterschaft in den vergangenen 14 Spielzeiten.
Zwischen dem berauschenden Halbfinaleinzug in der Champions League gegen Real Madrid und dem wichtigen Spiel in Leverkusen nahm Kompany acht Wechsel an seiner Startelf vor. Unter anderem vertrat Jonas Urbig Kapitän Manuel Neuer im Tor. Jamal Musiala ersetzte den verletzten Serge Gnabry, der den Bayern wohl für den Rest der Saison fehlen wird.
Münchner Leistungssteigerung nach 30 Minuten
Wer von den neu formierten Bayern vom Anpfiff weg einen Sturmlauf auf die Meisterschale erwartet hatte, wurde zunächst aber enttäuscht. Die Gastgeber ließen es im sonnigen München erst einmal ruhig angehen, während der VfB, der auf den gelbgesperrten Deniz Undav verzichten musste, sich vor allem auf Konter verließ - mit Erfolg: Einem starken Steckpass von Bilal El Khannouss ließ Führich den Stimmungsdämpfer folgen.

Das reichte, um die Bayern zu kitzeln - und kaum zog der Rekordmeister die Zügel an, begann der VfB zu schwimmen. Guerreiro nach schöner Vorarbeit von Musiala und Jackson, der auch von einem schlimmen Fehlpass von VfB-Verteidiger Finn Jeltsch profitierte, drehten die Partie in nur etwas mehr als 90 Sekunden. "Deutscher Meister wird nur der FCB!", hallte es ein erstes Mal durch die Arena, Davies verlieh den Gesängen mit seinem ersten Saisontor Nachdruck.
Kompany wollte nun anscheinend nichts mehr riskieren - und brachte zur Halbzeit Michael Olise und Kane. Der Engländer machte mit seinem 32. Saisontor kurz darauf alles klar. Stuttgart ergab sich nun seinem Schicksal, die Bayern ließen weitere Chancen liegen.
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