Elf Punkte Vorsprung – was soll da noch schiefgehen? "Am Ende können wir uns jetzt nur noch selber ein Stück weit im Weg stehen", räumte Nationalspielerin Linda Dallmann bei MagentaSport ein.
Dank ihres XXL-Vorsprungs können die Double-Gewinnerinnen des FC Bayern den Liga-Gipfel gegen den Erzrivalen VfL Wolfsburg ohne großen Druck angehen.

Trotzdem – oder vielleicht genau deswegen – übte sich Coach José Barcala vor dem Heimspiel am Sonntag (16:20 Uhr/ZDF, DAZN und MagentaSport) demonstrativ in Zurückhaltung. Das Spiel sei "definitiv kein Finale", befand der Spanier, "es ist ein weiteres im gesamten Wettbewerb. Wir sind in einer guten Position, aber das ist egal, wenn die Partie startet."
Match-Center: FC Bayern vs. VfL Wolfsburg
Wölfinnen fehlt Popp
Der Erzrivale kommt derweil mit Rückenwind aus der Champions League, zugleich aber auch personell geschwächt. Unter anderem fällt Co-Kapitänin Alexandra Popp nach einem Infekt aus – wie schon beim 2:0 im Play-off-Rückspiel bei Juventus Turin am Donnerstag fehlt dem Vizemeister eine "Leaderin", wie Stephan Lerch betonte.
Doch der VfL-Coach jammerte nicht. Auf ein "absolutes Topspiel" stellte der 41-Jährige sein Team unverdrossen ein. Ziel sei es, sagte Lerch nach der Ankunft in München am Freitagabend, mit dem Schwung durch das Weiterkommen in der Champions League ein "großes Spiel" abzuliefern und "vielleicht etwas mitzunehmen, womit die meisten nicht rechnen".

Beim Duell der Dauerrivalen geht es schließlich immer ums Prestige. Auch wenn das Meisterrennen schon entschieden scheint: Im besten Fall können die Wolfsburgerinnen, die ein Spiel weniger absolviert haben, aus eigener Kraft auf fünf Punkte Rückstand verkürzen.
