Der 18-Jährige ist mit großen Vorschusslorbeeren von Manchester City gekommen. Heskey zähle "international zu den besten Offensivspielern seines Jahrgangs", sagte Thomas Kessler. Der FC-Geschäftsführer versucht mit kreativen Transfers einen möglichen Abgang von Said El Mala zu kompensieren.
Ein Abschied des Kölner Topscorers ist weiterhin realistisch. Bietet ein Klub die aufgerufenen 50 Millionen Euro Ablöse, ist der Weg für El Mala frei. Für den Fahrstuhlklub, seit 1998 ist Köln sieben Mal abgestiegen und wiedergekommen, wäre dies ein finanzieller Segen, aber auch ein immenser sportlicher Verlust.
Hohe Ablöse und hohe Erwartungen?
Doch an den Qualitäten Heskeys zweifelt niemand. Nach dem Warten auf eine Arbeitserlaubnis legte er im Trainingslager in Kitzbühel endlich los. "Reigan bringt mit seiner körperlichen Präsenz, seinem hohen Tempo, seiner Flexibilität in der Offensive und seinem ausgeprägten Torriecher hervorragende Voraussetzungen mit", sagte Kessler. Es gehe darum, "seine außergewöhnlichen Qualitäten erfolgreich in den Profifußball zu übertragen".
Der Flügelspieler war für rund zwei Millionen Euro von Manchester City gekommen, laut Medien kann die Ablöse auf bis zu acht Millionen Euro ansteigen. Bei den Skyblues spielte er bislang hauptsächlich in den Nachwuchsmannschaften. Bereits im Alter von 16 Jahren wurde er in die U21 befördert. Ende September 2025 debütierte er bei den Profis. Guardiola wechselte ihn im Ligapokal gegen Huddersfield ein. Weitere Einsätze folgten nicht.
Nun wollte Heskey "unbedingt" nach Köln wechseln. "Ich freue mich auf die Herausforderung in der Bundesliga und will die Chance nutzen, mich hier zu beweisen. Ich bin bereit", sagte er.
Auch in Manchester glaubt man an die Entwicklung des englischen Junioren-Nationalspielers. Demnach hat sich der Klub eine Weiterverkaufsbeteiligung, eine Rückkaufoption sowie ein Vorkaufsrecht gesichert. Schlägt Heskey also ein, profitieren Köln, City und der Dribbler selbst.
Sancho und Bellingham als Vorbilder
Mit derartigen Deals versucht Kessler, Köln als Entwicklungsklub attraktiver zu machen. Schon mit Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey gab es ein ähnliches Geschäft, ebenfalls mit City. In Martin James ist zudem ein Torwarttalent von Paris Saint-Germain gekommen.
Dass das Schaufenster Bundesliga zu steilen Karrieren verhelfen kann, wissen die Talente. "Wenn man sieht, wie Spieler wie Jadon Sancho oder Jude Bellingham hier Karriere machen, erkennt man den Weg, der möglich ist", sagte Heskey.
Auch wegen seiner väterlichen Prägung wollte er "schon als Kind Fußballer werden", sagte Heskey. Papa Emile spielte 516 Mal in der Premier League, erzielte dabei 110 Tore und sammelte 62 Länderspiele für England. "Wenn man ihn beobachtet und zu seinen Spielen geht, dann will man einfach mehr erreichen", sagte Reigan Heskey rückblickend. In Köln will er zeigen, dass er mehr als ein großes Versprechen ist.
