Nicht nur auf dem Platz, sondern auch privat bietet der Wechsel große Vorteile. Gosens pendelt von seinem Heimatort Emmerich-Elten zum Training und genießt mit seiner Familie das gewohnte Umfeld. "Wir genießen die ganz banalen Vorteile mit Oma und Opa in der Nähe", schmunzelt der Profi und berichtet, dass die Kinder im "siebten Himmel" seien.
Dieses persönliche Wohlbefinden und die Gewissheit, dass seine Familie gut aufgehoben ist, geben ihm die nötige Ruhe und den Freiraum, um sich voll und ganz auf die sportlichen Aufgaben zu konzentrieren. Sportlich ist die Auftakthürde Halle im DFB Pokal genommen worden, auch wenn die Mannschaft von Miron Muslic durch die Verlängerung musste. Die gewaltige Euphorie rund um den Verein nimmt Gosens positiv wahr.
Gosens will bei Schalke "vorneweg gehen"
Um die gesteckten Ziele zu erreichen, setzt er auf den Zusammenhalt mit den Anhängern: "Das sind erst mal richtig positive Gefühle, die einen nochmal pushen. Wir müssen das mit den Fans zusammen machen. Deswegen wollen wir nicht nur jetzt die Euphorie haben, sondern die Welle im besten Fall auch die ganze Saison aufrechterhalten."
Im Kader sieht Gosens eine gelungene Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Akteuren, stellt jedoch klar, dass Rückschläge in der kommenden Spielzeit dazugehören werden. Als einer der Führungsspieler möchte er dabei vorangehen und Verantwortung übernehmen: "Ich freue mich darauf, als erfahrener Spieler vorneweg zu gehen, vielleicht auch mal ein bisschen mehr auf mich zu laden, um die Jungen zu entlasten."

Personlich nimmt er sich vor, die Tugenden des Vereins vorzuleben. Schalke bedeute "Leidenschaft, Emotion, Passion und das bedeutet Malochen. All das ist in meiner Mentalität drin."
Das vorrangige Saisonziel der Gelsenkirchener ist der Klassenerhalt und die langfristige Stabilisierung in der Bundesliga. Dabei setzt Muslic vor allem auf die Geschlossenheit der Mannschaft. "Ich glaube, wir sind keine Mannschaft, die auf jeder Position mit unfassbarer individueller Qualität bestückt ist, sondern über das Kollektiv kommt", fasst Gosens die Ausrichtung zusammen. "Es geht nur über das Kollektiv und das gemeinsame Leiden."
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