Union Berlin ärgert sich über sexistischen Anfeindungen gegen Trainerin Eta

Aktualisiert
Unions neue Trainerin Eta
Unions neue Trainerin EtaInaki Esnaola / Gonzales Photo / Profimedia

Union Berlin hat sexistische Äußerungen gegenüber Cheftrainerin Marie-Louise Eta klar verurteilt. "Ich finde es wahnsinnig, dass wir uns damit in der heutigen Zeit auseinandersetzen und uns rechtfertigen müssen", so Geschäftsführer Horst Heldt bei einer Pressekonferenz am Montag

"Einfach nur peinlich"

Nachdem verkündet worden war, dass Marie-Louise Eta den Fußball-Bundesliga bis zum Saisonende interimistisch betreuen wird, kam es in den sozialen Netzwerken teilweise zu heftigen Attacken gegen die 34-jährige Übungsleiterin.

"Wir reden hier von einer hochkompetenten Führungspersönlichkeit. Sie können sich sicher sein, dass alle hier bei Union Berlin, egal ob auf der Tribüne oder beim Verein selbst, zu einhundert Prozent hinter dieser Entscheidung stehen. Und wir werden mit voller Kraft dazu beitragen, dass das zukünftig zu keiner Diskussion mehr führt. Das ist einfach nur peinlich", so Heldt.

Die Nachfolgerin vom am Samstag entlassenen Steffen Baumgart ist die erste Cheftrainerin in der Geschichte der Männer-Bundesliga und wird am Samstag (15:30 Uhr) im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg ihr Debüt geben.

Unions Programm bis zum Saisonende
Unions Programm bis zum SaisonendeFlashscore

Eta über Hasskommentare: "Grundsätzliches Thema"

Marie-Louise Eta misst den Hasskommentaren und sexistischen Äußerungen im Internet wenig Bedeutung bei. "Grundsätzlich beschäftigt mich das nicht, weil ich finde, dass das eigentlich viel, viel mehr aussagt über diejenigen, die das ins Netz stellen als über diejenige, über die da was losgelassen wird - ob es jetzt meine Person ist oder andere Personen sind", sagte Eta bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag.

Sie lese keine Kommentare und habe das auch vorher nicht gemacht. "Es war gar keine Zeit dafür, sich groß mit irgendwas zu beschäftigen. Es ist schon an mich herangetragen worden, dass es zu Hasskommentaren kam", sagte Eta, "ich weiß aber auch, dass sehr viel Positives kam, und ich finde, dass ist schön und das sollte auch überwiegen."