Was war passiert? Baumgartner rettete einen Abschluss von Kölns Jan Thielmann kurz vor der Linie, als sein Torhüter Peter Gulacsi bereits geschlagen war. Der Österreicher spielte den Ball dabei erst mit dem linken Bein, dann aber deutlich mit dem linken Arm. Schiedsrichter Frank Willenborg entschied nach minutenlanger Überprüfung, keinen Elfmeter zu geben - jedoch aus einem ganz anderen Grund.
Zum Match-Center: 1. FC Köln vs. RB Leipzig
Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler habe sich "bei einer Privataudienz" von Willenborg erklären lassen, dass Leipzigs Kapitän David Raum bei seinem Kopfball unmittelbar zuvor "nicht in der Lage gewesen sei, den Ball kontrolliert zu klären", sagte Kessler. Dadurch sei aus Sicht von Willenborg und seinen Video-Assistenten die Abseitsposition von FC-Verteidiger Sebastian Sebulonsen aktiv geworden. Es ging um Millimeter.
Baumgartner: "Hatten die letzten Wochen Pech"
Der gesamte Ablauf stieß auf wenig Verständnis. "Ich habe gerade das Bild gesehen, ich kann darüber nur lachen, das sind keine Millimeter", polterte Tom Krauß, laut Thielmann war es gar "eine Frechheit", nicht auf Handelfmeter und Rote Karte für Baumgartner zu entscheiden.
Selbst der Leipziger, der RB mit seinen beiden Treffern zuvor (29./56.) zweimal in Führung und letztlich zum Sieg geschossen hatte, konnte "den Unmut der Kölner verstehen, weil es unfassbar eng ist", sagte Baumgartner. Das Handspiel an sich sei aber "0,0 Absicht" gewesen: "Wir haben die letzten Wochen sehr viel Pech gehabt in puncto VAR, dieses Mal wahrscheinlich ein bisschen Glück."
Es sei "sehr schwer zu begreifen", meinte Krauß, wollte dann aber "lieber nichts mehr sagen." So wie auch Thielmann: "Können wir das Thema beenden?", fragte der Kölner Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1 (51.) die anwesenden Reporter: "Wir müssen weitermachen und schauen, dass wir nächste Woche wieder Punkte sammeln."
