Daten und Fakten: Wie Doué ein spektakuläres PSG-Comeback in Monaco inspirierte

PSG-Star Désiré Doué feiert mit Vitinha das dritte Tor seiner Mannschaft.
PSG-Star Désiré Doué feiert mit Vitinha das dritte Tor seiner Mannschaft.REUTERS/Manon Cruz

Paris Saint-Germain hat im Hinspiel der Champions-League-Playoffs eindrucksvoll Moral bewiesen. Beim 3:2-Auswärtssieg im Stade Louis II drehte der amtierende Meister einen 0:2-Rückstand und verschaffte sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel im Parc des Princes. Mann des Abends war Einwechselspieler Désiré Doué, der das Comeback entscheidend prägte.

Monaco erwischte einen Traumstart. Bereits nach 55 Sekunden köpfte Folarin Balogun eine Flanke von Aleksandr Golovin zur Führung ein. Es war nicht nur das früheste Tor Monacos in der UEFA Champions League, sondern zugleich das schnellste Gegentor, das PSG je in diesem Wettbewerb kassierte.

Trotz dominanter Spielanteile der Gäste erhöhte Balogun in der 18. Minute auf 2:0. Der Stürmer überlief die Pariser Defensive und schloss präzise ab. Gegen keinen anderen Gegner hat Balogun in seiner Profikarriere mehr Tore erzielt als gegen PSG (vier). Zudem ist er mit fünf Treffern in der Saison 2025/26 der erfolgreichste amerikanische Torschütze in einer einzelnen Champions-League-Spielzeit.

Wendepunkt: Verletzung, Elfmeter-Parade und Doués Joker-Moment

In der 25. Minute musste Ousmane Dembélé verletzt vom Platz. Für ihn kam Doué, und der Wechsel sollte das Spiel verändern.

Zuvor hatte Monaco Glück: Nachdem Innenverteidiger Wout Faes den schnellen Khvicha Kvaratskhelia im Strafraum zu Fall gebracht hatte, vergab Vitinha vom Punkt. Torhüter Philipp Köhn parierte stark und hielt die Zwei-Tore-Führung fest. Bemerkenswert: Ohne Elfmeterschießen hat Vitinha in der Champions League nur 50 Prozent seiner Strafstöße verwandelt (2 von 4) – nur Dani Parejo (25 %) und Thierry Henry (38 %) weisen bei mindestens vier Versuchen eine schlechtere Quote auf.

Doch dann schlug Doué zu. Nur 1 Minute und 59 Sekunden nach seiner Einwechslung erzielte er mit links den Anschlusstreffer (29.). Kurz vor der Pause war er erneut beteiligt: Sein Schuss wurde abgewehrt, Achraf Hakimi verwertete den Abpraller zum 2:2.

Platzverweis gegen Golovin – PSG nutzt Überzahl

Kurz nach Wiederbeginn sah Golovin nach einem Foul an Hakimi die Rote Karte. Für Monaco war es bereits die achte Rote Karte der Saison in allen Wettbewerben, nur Rayo Vallecano (neun) sammelte unter den Teams der fünf großen europäischen Ligen mehr Platzverweise. Sieben dieser Karten kassierte Monaco in den letzten 19 Spielen.

PSG brauchte etwas Zeit, um die Überzahl zu nutzen, doch erneut stand Doué im Mittelpunkt. Nach schnellem Kombinationsspiel legte Warren Zaïre-Emery im Strafraum auf den französischen Flügelflitzer ab, der souverän vollendete und das Spiel komplett drehte.

Damit ist Doué nach Kylian Mbappé (Hattrick gegen Club Brügge im Oktober 2019) erst der zweite PSG-Spieler, der als Einwechselspieler mindestens zwei Tore in einem Champions-League-Spiel erzielte.

Monaco bricht mit makelloser Serie

Neun Minuten vor Schluss hätte Bradley Barcola erhöhen können, doch Köhn verhinderte mit einer weiteren Parade die Entscheidung. Eine echte Aufholjagd der Gastgeber blieb jedoch aus, PSG brachte den Sieg souverän über die Zeit.

Für Monaco war es ein historischer Rückschlag: Erstmals in der Vereinsgeschichte verlor der Klub ein Champions-League-Spiel, nachdem er mit zwei oder mehr Toren geführt hatte. Zuvor hatte man alle 23 entsprechenden Partien gewonnen.

Auch für PSG war der Erfolg außergewöhnlich: Es war das 27. Mal, dass die Pariser in der Champions League mit mindestens zwei Toren zurücklagen – und erst der zweite Sieg nach einem solchen Rückstand (zuvor beim 4:2 gegen Manchester City im Januar des Vorjahres).

Mit dem 3:2-Auswärtssieg hat PSG beste Karten für das Achtelfinale der Champions League 2025/26. Monaco hingegen steht unter Druck und muss kommende Woche im Parc des Princes gewinnen, um weiterzukommen.

Zum Match-Center: AS Monaco vs. Paris Saint-Germain