Wie prächtig, wenn ein einstiges Sorgenkind genau zur richtigen Zeit plötzlich wieder als Siegesbringer glänzt. Serhou Guirassy hat nach zwischenzeitlicher Sieben-Spiele-Flaute sechs Tore in den vergangenen sechs Ligaspielen erzielt, fünf davon in den vergangenen drei. "Seine Reaktion war sensationell gut", lobte Kovac, "seine Tore sind immens wichtig. Sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit, Spiele zu gewinnen."
In der Bundesliga, ja, sechs Siege in Serie sprechen Bände. Besonders aber in der Champions League. Denn auf der größten Bühne des europäischen Fußballs hat der BVB bitter erfahren, dass mit steigender Qualität der Gegner die gewünschten Ergebnisse ausbleiben. So war es bei Juventus Turin (4:4), bei Manchester City (1:4), bei Tottenham Hotspur (0:2) oder zuletzt gegen Inter Mailand (0:2).
Kovac findet Atalanta-Los "in Ordnung"
"Wir haben gesehen, dass wir gegen Inter, Tottenham und City Probleme hatten", betonte Kovac, er forderte: "In der Champions League muss eine Schippe draufgelegt werden." Obwohl Atalanta, Europa-League-Sieger von 2024, nun auch nicht gerade strahlend im obersten Regal möglicher Rivalen steht.
International bekannte Spieler sind im Kader des Tabellensechsten der Serie A rar - in die Playoffs kam der Klub im Zeichen der Atalante, einer jungfräulichen Jägerin aus der griechischen Mythologie, durch Siege gegen Chelsea, Brügge, Eintracht Frankfurt und Marseille. Bergamo verlor aber auch gegen Union Saint-Gilloise und wurde von Paris Saint-Germain 4:0 abgebügelt. Die Auslosung? Die sei schon "in Ordnung", befand Kovac.
Dennoch könnte der BVB, Überraschungsfinalist von 2024, erstmals seit 2022 wieder vor dem Achtelfinale scheitern. "Wir brauchen zwei richtig gute Leistungen", sagte Sportdirektor Sebastian Kehl. Schließlich geht es ums Prestige - und um viele Millionen Euro.
Defensive Stabilität als BVB-Schlüssel
Da kommen die Verletzungssorgen in der Defensive so gar nicht gelegen. Gegen Mainz 05 (4:0) musste Niklas Süle am Freitag zur Halbzeitpause mit Oberschenkelbeschwerden raus und fällt wie Nico Schlotterbeck am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video und Flashscore-Audioreportage) aus, Luca Reggiani spielte erstmals vor der Südtribüne. Da Emre Can und Filippo Mane weiterhin ausfallen, wurde der junge Italiener für die Königsklasse über die B-Liste nachgemeldet.
Zum Match-Center: Borussia Dortmund vs. Atalanta Bergamo
Ein solider Abwehrblock wäre Gold wert in den kommenden beiden Wochen, nach denen "wir die Situation hoffentlich genauso positiv beäugen können", wie Kehl es formuliert. Schließlich ist das knifflige Duell bei RB Leipzig zwischen den Bergamo-Spielen ein Pflichtsieg für den BVB, wenn er am 28. Februar gegen den FC Bayern noch einmal Feuer ins Titelrennen bringen will.
