Zudem habe der 63-Jährige erklärt, dass Benfica "nicht rassistisch" sein könnte, "denn der wichtigste Spieler in ihrer Geschichte war Eusébio. Aber wissen sie", betonte Kompany, "was Spieler in den 60er-Jahren durchgemacht haben? Mein Vater ist auch ein schwarzer Mann aus den 60ern - und damals hatten sie als einzige Option, ruhig zu bleiben, nichts zu sagen, darüber zu stehen, zehnmal besser zu sein, um dann vielleicht ein bisschen Anerkennung zu bekommen. Das war Eusébios Leben."
Dass der Name der Stürmerlegende verwendet werde, um etwas gegen Vinicius Júnior zu sagen treffe beim Belgier mit kongolesischen Wurzeln daher auf großes Unverständnis.
Mourinho hat "einen Fehler begangen"
Er habe "100 Menschen getroffen, die mit José Mourinho zusammengearbeitet haben. Und ich habe noch nie einen getroffen, der etwas Schlechtes über ihn gesagt hätte. Alle Spieler, die für ihn gespielt haben, lieben ihn", führte Kompany weiter aus. "Aber da hat er einen Fehler begangen."

Kompany war in seiner Zeit als Profi nach eigener Aussage selbst mehrfach rassistisch beleidigt worden. "Mein Traum ist, dass es am Ende dieser Situation einen Raum gibt, wo jemand sagen kann: 'Es tut mir leid, ich bitte um Entschuldigung'."
Kompany träumt von besserer Zukunft
Er hoffe einfach, "dass dies nicht mehr so passieren wird, sodass wir nach vorne blicken können und wachsen können. Und schaut mal auf die Dinge, die wir zusammen schaffen können und nicht auf die, die uns trennen."
Für ihn, sagte der 39 Jahre alte Belgier, sei es "eine ganz schwierige Thematik. Denn ganz ehrlich, ich passe nicht in diese Welt und was da alles passiert, ich sehe da meinen Platz oftmals nicht."
Reals Starspieler Vinicius Júnior hatte Benfica-Profi Gianluca Prestianni nach dem 1:0 im Play-off-Hinspiel der Königsklasse vorgeworfen, ihn als "Affe" bezeichnet zu haben. Mourinho hatte dagegen die Art des Torjubels des Brasilianers moniert. Die UEFA hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet.

