Rapid dominierte die Partie vor über 14.000 Fans von Beginn an. Zwar dauerte es etwas, bis die Gastgeber zu klaren Chancen kamen, doch spätestens ab der 20. Minute kontrollierten die Wiener das Spielgeschehen deutlich. Nach einer Ecke von Bendeguz Bolla köpfelte Schöller in der 26. Minute zum verdienten 1:0 ein.
Die Hütteldorfer hätten bereits vor der Pause höher führen können. Vor allem Petter Nosa Dahl vergab eine große Möglichkeit aus kurzer Distanz. Ried blieb offensiv lange harmlos und kam erst kurz vor der Halbzeit durch Kingstone Mutandwa gefährlich vor das Rapid-Tor, doch Niklas Hedl rettete stark.
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Auch nach der Pause hatte Rapid die Partie weitgehend im Griff. Ried vergab zwar unmittelbar nach Wiederbeginn eine große Ausgleichschance, insgesamt wirkten die Innviertler aber zunehmend müde – wohl auch wegen der zusätzlichen Belastung durch die Play-off-Duelle zuvor.
Doppelter Schöller sorgt für Entscheidung
Die Entscheidung fiel schließlich erneut nach einer Standardsituation. Nach einem abgewehrten Eckball flankte der eingewechselte Tobias Gulliksen zurück zur Mitte, wo Schöller erneut per Kopf zur Stelle war und auf 2:0 stellte.
Danach fehlte Ried die Kraft für eine Schluss-Offensive. In der Nachspielzeit sorgte schließlich Louis Schaub mit einem technisch starken Volley nach einer weiteren Gulliksen-Vorlage für den 3:0-Endstand.
Damit sicherte sich Rapid noch das Ticket für die zweite Qualifikationsrunde der UEFA Conference League und rettete eine insgesamt wechselhafte Saison zumindest teilweise. Für SCR-Trainer Johannes Hoff Thorup war es zugleich ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis nach zuletzt vier Niederlagen.
"Wir haben in der ersten Hälfte die Basis gelegt, das war eine wirklich gute Leistung. Wir hätten zur Pause 2:0 führen müssen. Ich freue mich für die Spieler, auch, dass sie jetzt ein paar Wochen frei haben. Die Saison war wie eine Achterbahn für sie. Schöller hat eine sehr gute Kopfballtechnik und ein sehr gutes Timing", sagte der Däne nach der Partie.
Für Maximilian Senft endete damit seine Zeit bei Ried mit einer Niederlage. Der Trainer wechselt im Sommer nach Deutschland zum Karlsruher SC. Trotz des verpassten Europacups durfte sich Ried nach einer starken Saison aber erhobenen Hauptes verabschieden.
