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"Bauchgefühl viel wichtiger als Daten": Köln-Trainer Wagner über Umgang mit Spielern

René Wagner beim Saisonauftakt der Kölner in Würzburg
René Wagner beim Saisonauftakt der Kölner in WürzburgKARL-JOSEF HILDENBRAND / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Vor dem Start in die neue Saison blickt René Wagner, der den 1. FC Köln erstmals als Cheftrainer in eine Spielzeit führt, im Interview auf der Vereins-Website auf eine intensive Vorbereitung zurück. Trotz kleinerer Rückschläge wie den verlorenen Testspielen gegen Paderborn bleibt der Coach gelassen und betont die Bedeutung von Ruhe an dem als emotional bekannten Standort Köln. Eine gefestigte Haltung sowie die schrittweise Weiterentwicklung der Mannschaft stehen für ihn an erster Stelle.

Ein wesentliches Anliegen Wagners ist die Schaffung einer ausgeprägten Leistungskultur im Kader. Da der Klub nicht die teuersten Spieler kaufen könne, müsse man das Maximale aus den vorhandenen Kräften herausholen. "Diesen Geist wollen wir am Geißbockheim entwickeln und festigen", erklärt Wagner.

Von seinen Akteuren erwartet er die Bereitschaft, sich täglich auf und neben dem Platz zu verbessern. Mit Blick auf die teils schwankenden Fan-Erwartungen mahnt er zu Geduld: "Gerade an einem emotionalen Standort wie Köln sollten wir trotzdem versuchen, die Entwicklung unserer Mannschaft in den Fokus zu stellen und ihr Zeit zu geben."

Auf menschlicher Ebene setzt der Trainer auf Transparenz und eine enge Bindung zum Kader. Durch regelmäßige Einzelgespräche versucht er, ein tiefes Verständnis für die Spieler aufzubauen. Insbesondere mit Blick auf die zunehmende Internationalität im Team sieht er große Potenziale, wenn die Gruppe gut zusammenfindet.

Ergänzt wird die Mannschaft durch Neuzugänge und erfahrene Akteure wie Ellyes Skhiri, von dem sich Wagner eine tragende Rolle erhofft: "Er wird auf dem Platz eine Führungsrolle einnehmen, dafür haben wir ihn geholt." Neben verbalen Anführern legt der Coach jedoch ebenso Wert auf Profis, die durch ihre Arbeitsmoral oder sportliche Leistung vorangehen.

Wagner: Bauchgefühl schlägt reine Daten

Obwohl datenbasiertes Scouting in der modernen Kaderplanung seinen festen Platz hat, vertraut Wagner bei Neuverpflichtungen und taktischen Entscheidungen vorrangig seinen eigenen Sinnen. "Das Bauchgefühl ist viel wichtiger als die Daten", stellt er klar.

Fakten seien zwar nützliche Werkzeuge, allerdings dürfe man sich darin nicht verlieren. Im direkten Gespräch geht es ihm daher in den ersten 45 Minuten vor allem um die Persönlichkeit und das familiäre Umfeld eines Spielers, da man "eben nicht in den Kopf schauen" könne.

Dass der Weg zum Erfolg Arbeit bedeutet, zeigte bereits das erste Pflichtspiel im DFB-Pokal gegen die Würzburger Kickers, das nach großem Kampf erfolgreich gestaltet wurde. Mit dem Einzug in die zweite Runde feierte die Mannschaft einen wichtigen Einstand. 

Zum Match-Center: Würzburger Kickers vs. 1. FC Köln

Für die anstehende Bundesligasaison formuliert der Kölner Cheftrainer klare Kriterien: Ein erfolgreiches Jahr liegt für ihn vor, wenn sich das Team in der Liga stabilisiert hat, mit einem guten Gefühl zurückblickt und die gesteckten Entwicklungsziele in den einzelnen Teilbereichen erreicht wurden.

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