"Wenn wir diese Intensität weiter auf den Platz bekommen", sagte Leitl nach der 4:5-Niederlage im Elfmeterschießen gegen den favorisierten Bundesligisten SC Freiburg am Dienstag, "dann glaube ich, haben wir eine realistische Chance, unseren Traum Mitte Mai zu leben." Zwar nicht im Pokalfinale am 23. Mai im heimischen Olympiastadion, doch möglicherweise bei der großen Aufstiegsfeier.
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Doch dafür muss Leitls Teams schnell die Gefühle abschütteln, die nach dem denkwürdigen Pokal-Krimi noch omnipräsent waren. Kapitän Reese sprach von einem "extrem bitteren" Abend, "gerade nach der Leistung, die wir gezeigt haben". Er selbst hatte die mutigen Berliner in der Verlängerung erst mit einem traumhaften Fernschuss ins Elfmeterschießen gebracht, ehe Pascal Klemens als entscheidender Schütze am starken Freiburger Keeper Florian Müller scheiterte.
Hertha sieht sich "insgesamt auf dem richtigen Weg"
Reese beschrieb all diese Erlebnisse mit ein bisschen Abstand bei Instagram als einen "schönen Albtraum", der Hertha am Samstag (13.00 Uhr/Sky) in der Liga gegen Hannover 96 besser nicht mehr verfolgen sollte. Dann gelte es, "alles zu mobilisieren", so Reese. Gegen den direkten Konkurrenten aus Hannover winken nun Big Points im Aufstiegsrennen.
Aktuell liegt die Hertha, die zuletzt mit dem 3:0 bei der SV Elversberg nach zuvor sechs Partien ohne Sieg zurück in die Spur gefunden hatte, auf Rang sechs. Fünf Punkte fehlen zum Relegationsplatz, sechs zu den direkten Aufstiegsrängen. "Ich glaube, dass wir insgesamt auf dem richtigen Weg sind", sagte Leitl und fügte an: "Unser Ziel ist klar: Wir wollen es schaffen – darauf richten wir uns jetzt aus." Und dann wäre auch die bittere Pokal-Nacht von Berlin vergessen.
