Der Zusammenhalt im Ort sei riesig, um dieses historische Event auf die Beine zu stellen. Sportlich macht sich der 37-jährige Ex-Profi, der bereits 17 DFB-Pokal-Einsätze absolviert hat, allerdings keine großen Illusionen. Die Rollen in der Partie zwischen dem Fünftligisten und dem gestandenen Erstbundesligisten sind klar verteilt.
Bittroff schätzt die Sensation als extrem unwahrscheinlich ein: "Wie die Stecknadel im Heuhaufen zu finden, denke ich. Man muss ehrlich zugeben: Die Chance ist ganz, ganz gering – vielleicht liegt sie bei 0,1 Prozent". Dennoch betont er, dass der Pokal seine eigenen Gesetze habe und man eventuelle Unachtsamkeiten der Mainzer nutzen wolle.
Bittroff: "Ich möchte nicht hergespielt werden"
Für Bittroff persönlich bringt die Begegnung vor allem einen ungewohnten Perspektivwechsel mit sich. Wo er früher meist als Favorit auf den Platz ging, steht er nun als krasser Außenseiter auf dem Feld. Welchen Rat er seinen Teamkollegen mit auf den Weg gibt? "Man soll und darf sich freuen auf so eine Partie, es genießen und nicht schon vorher darüber nachdenken, mit wem man das Trikot tauschen will. Denn eines habe ich auch gelernt: Alle kochen nur mit Wasser."
Zum Match-Center: VfB Krieschow vs. Mainz 05
Konkrete Mannschaftsziele wurden für die Partie nicht ausgerufen, doch für den Abwehr-Routinier steht fest: "Fakt ist: Ich möchte nicht hergespielt werden."
An Erfahrung mangelt es Bittroff wahrlich nicht, schließlich schaffte er es 2011 mit Energie Cottbus sogar bis ins DFB-Pokal-Halbfinale. Vor seiner Rückkehr in die Heimatregion stand er zudem mehrfach vor einer Wiederkehr ins Cottbuser Stadion der Freundschaft, entschied sich damals jedoch für Einsätze in der 3. Liga und der 2. Bundesliga.
Mittlerweile arbeitet er seit August 2026 als Sportlehrer in Ruhland und sieht beim VfB Krieschow seinen sportlichen Karriereabend gekommen. Auf die Frage, ob der VfB seine letzte Station als aktiver Fußballer sein wird, stellt er klar: "Meine letzte Station als aktiver Profi war Regensburg, das ist klar. Ob es auf Amateurebene nochmal woanders hingeht, kann ich mir nicht vorstellen. Solange es aber Spaß macht und ich konkurrenzfähig bin, werde ich noch auf dem Fußballplatz stehen."
