Nach einer enttäuschenden Vorsaison, die Atlético mit der niedrigsten Ausbeute seit 14 Jahren beendete, stand das Team zum Auftakt gegen den Aufsteiger unter Zugzwang. Die Hausherren übernahmen im Civitas Metropolitano zwar von Beginn an die Kontrolle, taten sich ohne das gewohnte Sturm-Duo Julián Álvarez und Alexander Sørloth im letzten Drittel jedoch spürbar schwer. Die beste Chance der Anfangsphase hatte Rodrigo Mendoza, dessen Distanzschuss Málaga-Keeper Alfonso Herrero vor keine größeren Probleme stellte.
Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste mutiger. Kurz vor dem Pausenpfiff brauchte Atlético schließlich die ganze Klasse von Jan Oblak, der mit einer glänzenden Doppelparade gegen Chupe und David Larrubia den Rückstand verhinderte.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Simeones Elf den Druck deutlich. Ademola Lookman und erneut Mendoza vergaben erste gute Gelegenheiten, ehe der Trainer nach knapp einer Stunde mit einem Dreifachwechsel an den entscheidenden Stellschrauben drehte: Neben Alex Baena und Giuliano Simeone betrat auch Neuzugang Lee Kang-in den Platz.
Lee Kang-In bricht den Bann
Der Südkoreaner fügte sich direkt gewinnbringend ein. In der 70. Minute zog er von der rechten Seite nach innen und schlenzte den Ball präzise in den linken oberen Winkel – die erlösende 1:0-Führung für den Favoriten.

Der Treffer löste die Blockade im Spiel der Gastgeber. Zwar scheiterte Lookman wenig später an Herrero und Dávid Hancko setzte einen Kopfball an die Latte, doch kurz vor Schluss machte ein weiterer Joker alles klar: Alex Baena zirkelte einen Freistoß aus 25 Metern sehenswert unter die Querlatte zum 2:0-Endstand.
Zum Match-Center: Atletico Madrid vs. FC Malaga
Mit dem gelungenen Saisonstart unterstrich auch Diego Simeone seine persönliche Auftakt-Stärke in Spanien: In bislang 15 LaLiga-Auftaktspielen unter seiner Regie kassierte Atlético lediglich eine Niederlage (8 Siege, 6 Unentschieden).
