La Penna hatte dabei den bereits verwarnten Juventus-Profi Pierre Kalulu kurz vor der Pause mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Der Schiedsrichter ahndete ein Foul von Kalulu gegen Inter-Verteidiger Alessandro Bastoni. Die TV-Bilder legten allerdings nahe, dass Kalulu Bastoni lediglich leicht am Arm berührt hatte und nicht, wie von La Penna angenommen, mit einem taktischen Foul zu stoppen versuchte. Da der Video-Assistent nur bei Roten Karten eingreifen darf, blieb eine Korrektur aus.
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Schutz für La Penna
Medienberichten zufolge riet die italienische Polizei daraufhin La Penna, aus Sicherheitsgründen vorerst zu Hause zu bleiben. Weil Schiedsrichter in Italien in der Vergangenheit immer wieder bedroht worden waren, hatten die Behörden im vergangenen Jahr die Gesetzeslage in solchen Fällen verschärft. So wurde unter anderem festgelegt, dass diejenigen, die einen Schiedsrichter attackieren, mit denselben Strafen rechnen müssen, als würden sie einen Polizisten angreifen.
Antonio Zappi vom italienischen Schiedsrichterverband (AIA) erinnerte anlässlich dieser Änderung im Strafgesetzbuch, dass die Gewalt gegen Schiedsrichter ein gesellschaftliches Problem sei und es in den vergangenen Jahren wiederholt Übergriffe gegeben habe.
Derweil hat die Serie A Juve-Geschäftsführer Damien Comolli und Sportdirektor Giorgio Chiellini wegen eines Fehlverhaltens gegenüber La Penna bestraft. Comolli wurde bis zum 31. März gesperrt und muss eine Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro zahlen, Chiellini wurde bis zum 27. Februar gesperrt. Beide sollen sich nach dem Platzverweis "respektlos" gegenüber der Schiedsrichter verhalten haben.
