Der Wirbel um Messi begleitet Scaloni seit dem Amtsantritt 2018 und ist pünktlich zum Achtelfinale gegen Ägypten am Dienstag (18.00 Uhr MESZ/ZDF, MagentaTV und Flashscore-Audioreportage) wieder omnipräsent. "Natürlich ist er mehr im Fokus, aber wir haben auch weitere Spieler im Team", sagte der Coach: "Wir spielen uns Chancen heraus." Chancen, die derzeit allerdings nur der inzwischen 39 Jahre alte Messi zuverlässig verwertet.
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Und diese Abhängigkeit könnte auf dem Weg zum vierten Stern zu einer echten Gefahr werden. Bei dieser WM seien bislang vor allem die "Brillanz des Kapitäns ausschlaggebend" und der "Leo-Faktor unbestreitbar" gewesen, schrieb die Sportzeitung Olé. Das war vor vier Jahren in Katar noch anders: Damals stürmte die von Scaloni geformte Einheit zum Titel, überzeugte mit Pressing und variablem Offensivspiel. Und im Zweifel war da noch der geniale Messi als Unterschiedsspieler.
Scaloni sieht Kap-Verde-Zitterpartie positiv
Diesmal überstanden die Argentinier nach makelloser Gruppenphase die erste K.o.-Runde nur äußerst mühevoll. Beim Sieg nach Verlängerung gegen den tapferen Debütanten Kap Verde (3:2) musste der Titelverteidiger leiden - konnte sich aber wieder einmal auf Messi verlassen.
Diesen Eindruck wird auch Scaloni in seiner Analyse gewonnen haben, er wolle "die negativen Aspekte mit den Spielern besprechen", sich aber "auf die positiven konzentrieren", hatte er nach dem knappen Erfolg im Sechzehntelfinale, seinem 100. Spiel als Nationaltrainer, gesagt. Und tatsächlich ist da neben Messis Genialität ein Punkt, der ihn optimistisch stimmt: "Diese Mannschaft steckt Rückschläge weg und sucht weiter nach dem gegnerischen Tor."
Auf diese mentale und physische Stärke kann Scaloni setzen, überhaupt hat der 48-Jährige seit seinem Amtsantritt nach dem Achtelfinal-Aus bei der WM 2018 jegliche Zweifel zerstreut. 2021 und 2024 führte er das Team zum Gewinn der Copa America, der Höhepunkt aber war der Triumph in Katar.
Scaloni genießt das Vertrauen - bislang hat er für alle Widrigkeiten Lösungen gefunden. Mohamed Salahs Ägypter könnten den Argentiniern nun in Atlanta etwas besser liegen als Kap Verde. Gegner, die mitspielen und selbst offensiv auftreten wollen, bieten Räume, in denen nicht nur Messi glänzen soll. "Unser Ziel ist, dass alle unsere Offensivspieler Tore erzielen", sagte Scaloni. Und das am besten bereits ab Dienstag.
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