Frankreich
Seit mehr als einem Jahrzehnt prägt Didier Deschamps das Gesicht der französischen Nationalmannschaft. Als er 2012 die Verantwortung übernahm, befand sich das Team nach Jahren interner Konflikte und sportlicher Enttäuschungen in einer schwierigen Phase. Der ehemalige Weltmeister formte daraus eine Mannschaft, deren Markenzeichen nicht spektakulärer Fußball, sondern maximale Effizienz geworden ist.
Deschamps gewann die Weltmeisterschaft bereits als Spieler und später auch als Trainer. Mit einem weiteren Titel könnte er etwas erreichen, das bislang unerreicht geblieben ist: ein historisches WM-Triple und damit seinen Platz unter den größten Figuren der Fußballgeschichte sichern.
"Er ist einfach ein Gewinner. Er hat einen natürlichen Siegeswillen. Er ist ein Anführer, der Verantwortung liebt und den Kampf an vorderster Front sucht", sagt Frankreich-Legende Marcel Desailly über seinen früheren Teamkollegen.
Defensive Stabilität als Schlüssel zum Erfolg
Frankreichs Spiel basiert auf einem Fundament, das auf den ersten Blick wenig glamourös wirkt. Spieler wie William Saliba oder N'Golo Kante sorgen für Stabilität und Kontrolle. Doch genau diese defensive Absicherung ist die Grundlage für die vielleicht gefährlichste Waffe der Franzosen.
Nach Ballgewinnen schaltet Les Bleus in Sekundenschnelle um und nutzt jeden noch so kleinen Fehler des Gegners kompromisslos aus. "Wenn Frankreich den Ball zurückerobert, ändert sich alles. Die Geschwindigkeit im Umschaltspiel war schon immer unser Markenzeichen", erklärt Desailly.
Die Kombination aus defensiver Disziplin, sowie individueller Klasse und tödlicher Effizienz in der Offensive macht Frankreich für viele Beobachter zum größten Favoriten auf den Titel.
FIFA WM 2026
Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird vom 11. Juni und 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. In zwölf Gruppen kämpfen zunächst 48 Mannschaften um den Einzug in die erste von erstmals insgesamt fünf K.o.-Runden.
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Niederlande
Kaum eine Nation hat den Fußball so nachhaltig geprägt wie die Niederlande. Der "Totale Fußball" revolutionierte das Spiel, Generationen von Weltklassespielern begeisterten Fans auf der ganzen Welt. Und dennoch fehlt bis heute der größte Titel. Die Niederlande verloren die WM-Endspiele 1974, 1978 und 2010. Dreimal standen sie unmittelbar vor dem Ziel, dreimal blieb am Ende nur Enttäuschung zurück.
"In gewisser Weise ist es ein Trauma. Wenn man drei Finals verliert und immer so nah dran ist, hinterlässt das Spuren. Meine ganze Generation ist vom verlorenen Finale gegen Spanien geprägt", sagt Flashscore-Niederlande-Experte Paul Winters.
Zwischen "totalem" Fußball und dem großen Ziel
Über Jahrzehnte hinweg stand die niederländische Nationalmannschaft für mutigen Offensivfußball und kreative Freiheit. Der Wunsch, attraktiv zu spielen, wurde zu einem Teil der nationalen Identität. Doch genau dieser Anspruch brachte nicht den ersehnten WM-Triumph.
"Es ist ein Paradox, oder? Der Wunsch, schönen Fußball zu spielen, war immer da, aber es hat nie zum Sieg geführt", sagt Ex-Nationalstürmer Jimmy Floyd Hasselbaink. Unter Trainer Ronald Koeman soll nun die Balance zwischen Tradition und Pragmatismus gelingen. Die Voraussetzungen dafür sind vorhanden.
Mit Kapitän Virgil van Dijk verfügt Oranje über einen der erfahrensten Abwehrchefs des Turniers. Im Mittelfeld gibt Frenkie de Jong den Takt vor und verbindet Stabilität mit spielerischer Kreativität.
Bei den Flashscore-Ratings geht es um viel als nur Tore und Vorlagen. Alle Informationen zu unserem neuen, hauseigenen Notensystem für Fußballspiele in mehr als 250 Ligen findest du hier.

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