Fast zwei Jahrzehnte nach dem inzwischen legendären Foto, auf dem Messi den damals noch kleinen Lamine Yamal bei einem Fototermin badet, treffen beide nun im größten Spiel des Weltfußballs aufeinander.
Zum Match-Center: Spanien vs. Argentinien
Im WM-Finale kommt es zum Duell zwischen dem langjährigen Superstar und dem Spieler, der vielerorts bereits als sein möglicher Nachfolger gehandelt wird.
Historische Zahlen eines Ausnahmespielers
England ging durch Anthony Gordon in Führung, doch Argentinien übernahm anschließend die Kontrolle. Nach dem Treffer hatten die Three Lions lediglich 21 Prozent Ballbesitz, während die Mannschaft von Lionel Scaloni den Druck kontinuierlich erhöhte.

Im Mittelpunkt stand erneut Messi. Der Offensivstar kam auf neun erfolgreiche Dribblings und zwei Torvorlagen – eine Kombination, die es laut Opta seit Beginn der Datenerfassung bei Weltmeisterschaften im Jahr 1966 in einem Spiel noch nie gegeben hat. Auch in nahezu allen weiteren Offensivstatistiken führte Messi das Feld an: Er gewann zwölf Bodenduelle, spielte vier Schlüsselpässe, kreierte zwei Großchancen und hatte sieben Ballkontakte im gegnerischen Strafraum. Mit einem Flashscore-Rating von 8,9 war er zudem notenbester Spieler auf dem Feld.
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"Unglaublich", sagte Messi, dessen Freude nach dem epischen 2:1 (0:0)-Triumph gegen England so emotional wie selten ausfiel: "Das sind besondere Gefühle. Ich glaube, die Mannschaft hat das gespürt. Es war ein Spiel, das alle Argentinier unbedingt gewinnen wollten – und wir auch. Jetzt stehen wir wieder im Finale. Das zweite in Folge. Natürlich bin ich überglücklich."

Mit seinen beiden Assists war der Argentinier nun direkt an zwölf Toren beteiligt. Acht Treffer und vier Vorlagen bedeuten eine Marke, die zuletzt Gerd Müller kam 1970 für Deutschland erreichte, der damals 13 Torbeteiligungen aufwies, verteilt auf zehn Tore und drei Assists.
Messi kennt keine Grenzen
Messis Konstanz ist ebenso beeindruckend. In seinen vergangenen elf WM-Partien war er jedes Mal direkt an mindestens einem Treffer beteiligt und kommt in diesem Zeitraum auf 13 Tore sowie fünf Vorlagen. Insgesamt steht er inzwischen bei zwölf Assists bei Weltmeisterschaften, zehn davon in K.-o.-Spielen. Seit 1966 hat kein anderer Spieler in den Finalrunden mehr Vorlagen geliefert.
FIFA WM 2026
Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird vom 11. Juni und 19. Juli ausgetragen. Bei Flashscore findest du alle Infos zur Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko.
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Auch moderne Leistungsdaten unterstreichen seinen Einfluss. Mit einem Wert von 0,86 erwarteten Vorlagen generierte Messi mehr erwartete Assists als die gesamte englische Mannschaft zusammen.
Die Mannschaft spielt für ihren Kapitän
Schon vor Beginn der Weltmeisterschaft war klar, dass dieses Turnier ganz im Zeichen von Lionel Messi stehen würde. Nach dem Titelgewinn 2022 soll die WM 2026 seine letzte sein. Entsprechend groß ist der Wille innerhalb der Mannschaft, ihrem Kapitän einen weiteren historischen Triumph zu ermöglichen.
Die Verbundenheit bringt das Team immer wieder mit einer angepassten Version des Fanlieds "Muchachos" zum Ausdruck. Darin heißt es: "Für die Malwinen, für Diego und für Leos letztes Spiel."
Auch sportlich dreht sich vieles um den Spielmacher. Immer wieder hat Argentinien in schwierigen Phasen auf die Genialität seines Kapitäns vertraut. Nicht jede Partie verlief spielerisch überzeugend, doch wenn das Team eine besondere Aktion brauchte, war Messi meist zur Stelle. Nach dem Achtelfinalsieg gegen Ägypten beschrieb Lautaro Martínez die Rolle seines Kapitäns so: "Er ist unser Führer, unser Gleichgewicht und unser Leader."
Keine Abschiedstour, sondern eine weitere Machtdemonstration
Die Argentinier wollen ihrem Ausnahmespieler nun den perfekten Abschied bereiten. Ein zweiter WM-Titel in Folge wäre historisch. Zuletzt gelang dieses Kunststück Brasilien mit Pelé und Garrincha bei den Weltmeisterschaften 1958 und 1962.
Messis Auftritte in den USA zeigen dabei, dass seine letzte Weltmeisterschaft weit mehr ist als eine emotionale Abschiedstour. Der Weltmeister beweist eindrucksvoll, dass er trotz seines Wechsels in die MLS nichts von seiner Klasse eingebüßt hat.
Wer den 39-Jährigen bereits zum Auslaufmodell erklärt hatte, wird derzeit eines Besseren belehrt. Mit seinen Leistungen zählt Messi auch bei dieser Weltmeisterschaft wieder zu den prägenden Figuren des Turniers – und hat die Chance, seine außergewöhnliche Karriere mit einem weiteren WM-Titel zu krönen.
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