Es war nicht das Aus allein, das das Team verarbeiten musste. Fast noch schlimmer war die Chancenlosigkeit der Franzosen, die dem ballsicheren Europameister nie gewachsen waren. Weder spielerisch noch taktisch, technisch oder in Sachen Einsatz. "Insgesamt haben wir nicht das Level erreicht und nicht das Spiel gespielt, das wir spielen wollten", gab Mbappé ehrlich zu: "Und wenn du nicht das lieferst, was du in einem WM-Halbfinale liefern solltest, gewinnst du nicht."
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Und so geht es für die Franzosen, die wegen ihrer brillanten Offensive als Top-Favorit auf den Titel gegolten hatten, nicht zum großen Finale nach New York. Nein, stattdessen bleibt am Samstag (23.00 Uhr MESZ) im Spiel um Platz drei einziger Antrieb, dem großen Didier Deschamps, der sein Traineramt nach der WM nach 14 Jahren an Zinédine Zidane übergibt, einen würdevollen Abschied zu bereiten.
Kein Durchkommen durch spanische Defensive
Der 57-jährige Deschamps, der Frankreich seit 2012 trainiert und das Team 2018 zum Weltmeister machte, schob dies allerdings beiseite. "Auf persönlicher Ebene ist es nicht wichtig, ob ich im Halbfinale oder Finale verliere", sagte Deschamps. Und "jetzt ist auch nicht der Zeitpunkt, um über die Zukunft zu sprechen". Jetzt gerade sei er "sehr stolz auf alles, was wir gemeinsam als Nationalmannschaft erreicht haben".
Doch die Hoffnung auf einen weiteren großen Triumph und ein goldenes "Au Revoir" hatte sie alle angetrieben. "Es war unser Wunsch, das Finale zu erreichen und unser Land weiter träumen zu lassen", sagte Mbappé. Doch weder der Torjäger von Real Madrid noch Ousmane Dembélé oder Bayern-Star Michael Olise fanden ein Mittel gegen die nahe der Perfektion spielenden Spanier.
Jetzt gehe es darum, "unseren Kopf oben zu behalten. Ob bei Siegen oder Niederlagen - und auch, wenn es roboterhaft klingt: Wir müssen uns aufraffen und den nächsten Anlauf nehmen. Der Fußball wartet auf niemanden, wir müssen das Scheitern jetzt abhaken und daraus lernen."
Zweimal nacheinander hatte Frankreich das Finale einer WM erreicht, der Hattrick war zum Greifen nah. Doch anders als beim Triumph in Russland 2018 und beim zweiten Platz in Katar 2022 bleibt Les Bleus diesmal nur die Rolle des Zuschauers, wenn am Sonntag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in New York das Endspiel steigt.
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