Tuchel hatte die Leistung Englands beim knappen 2:1-Sieg im WM-Viertelfinale gegen Norwegen als "schlampig" und "nicht schnell genug" bezeichnet. Kroos nahm den deutschen Trainer in Schutz: "Ich traue Thomas Tuchel das Gefühl zur Mannschaft zu und dass er sie auch kritisieren kann. Er hat ja inhaltlich absolut recht, England hat kein gutes Spiel gemacht."
Dem Ex-Nationalspieler zufolge sei die "Situation ausgenutzt" worden, speziell Matchwinner Jude Bellingham habe nach dem Spiel Fragen in einem anderen "Tonus" gestellt bekommen als "Tuchel es gesagt" habe. Er verstehe aber auch Bellinghams Reaktion: "Ich war mehrfach in Miami, das ist einer der ekligsten Plätze. Wenn du da 120 Minuten gespielt hast, willst du alles hören, außer, dass du scheiße warst, vor allem wenn du weitergekommen bist", sagte Kroos.
Diskussionen über England-Klima
Bellingham hatte angesprochen auf Tuchels Kritik geantwortet: "Vielleicht weiß er nicht, wie es ist, unter solchen Bedingungen gegen Erling Haaland, Nusa und Sörloth zu spielen. Das ist keine schlechte Mannschaft". Allerdings war ihm nicht die gesamte Aussage von Tuchel vorgelegt worden.
Insgesamt zweifelt Kroos dann auch nicht am englischen Mannschaftsklima: "Wenn dein internes Verhältnis abgekühlt ist, und du dann auch noch draufhaust, ist das nicht gut. Aber ich habe ein paar Videos in den Wochen davor gesehen, die das Gegenteil zeigen. Ich habe Aussagen von Spielern gehört, die explizit die Ansprache von Tuchel gelobt haben."
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