"Wie ein erstes Spiel": Rekordmann Neuer schwärmt – Weitere Meilensteine winken

Manuel Neuer hütet auch mit 40 Jahren das deutsche WM-Tor.
Manuel Neuer hütet auch mit 40 Jahren das deutsche WM-Tor.REUTERS/Annegret Hilse

Das 7:1 ließ Manuel Neuer unweigerlich in Erinnerungen schwelgen. "Wir wissen", sagte der Rekordmann nach dem Kantersieg zum WM-Auftakt gegen Fußball-Zwerg Curacao, "das war jetzt kein Halbfinale gegen Brasilien." Und dennoch wollte er den Raketenstart in Houston nicht kleinreden: "In der Höhe muss man auch erstmal so gewinnen."

Zwölf Jahre nach der legendären Gala in Belo Horizonte stieg der einzig verbliebene Weltmeister mit seinen 40 Jahren und 79 Tagen am Sonntag zum ältesten deutschen Nationalspieler auf, fühlte sich anschließend aber wieder wie 24, als er in Südafrika WM-Premiere feierte. "Das war wie ein erstes Spiel. Ich freue mich darüber, als wenn es jetzt meine erste WM wäre", sagte Neuer.

Zum Match-Center: Deutschland vs. Curacao

Weil die Wade hielt, hätte es in seinem 125. Länderspiel auch persönlich ein perfekter Abend sein können, wäre nicht das ärgerliche Gegentor zum 1:1 gewesen. Neuer, ansonsten weitgehend ungeprüft, musste einen abgefälschten Schuss von Livano Comenencia passieren lassen: "Wäre Jo (Kimmich) nicht dran gewesen, hätte ich ihn gehabt", versicherte er.

Neuer strahlt "extreme Ruhe" aus

Aber irgendwie war es auch egal, Neuer spürt in der Mannschaft einen guten Geist. "Das gibt uns erstmal Vertrauen. Im Turnier zu sein, so gestartet zu sein, ist wirklich etwas ganz Besonderes". Das DFB-Team habe "einfach die richtigen Charaktere in unserer Mannschaft. Das stimmt mich alles positiv."

Und so konnte Neuer, dem Bundestrainer Julian Nagelsmann einen "guten" Job und eine "extreme Ruhe" attestierte, den Auftakt seiner fünften WM-Teilnahme sichtlich genießen. Er sei "überglücklich" und "unglaublich stolz, wieder bei der Nationalmannschaft spielen zu können".

Mit einem Viertelfinaleinzug könnte er auch noch zum deutschen WM-Rekordspieler aufsteigen. Gewinnt Deutschland auch dieses, würden die Erinnerungen an Brasilien 2014 unweigerlich erneut aufleben.