Klaveness ergänzte, Infantino verfüge "nicht über das institutionelle Vertrauen, das erforderlich ist, um die FIFA in der derzeitigen Phase stabil zu führen. Für Gianni Infantino gibt es keinen Weg zurück mehr." Im aktuellen "Chaos" könne der Schweizer "nicht mehr die Persönlichkeit sein, die in der Lage ist, alle zu vereinen", fügte sie später gegenüber der Nachrichtenagentur AFP hinzu.
Die norwegische Verbandspräsidentin gilt seit langem als eine der schärfsten Kritikerinnen des FIFA-Präsidenten, der sich den 211 Mitgliedsverbänden im März zur Wiederwahl stellen will.
Vom ehemaligen FIFA-Boss Sepp Blatter war Klaveness kürzlich gar als potenzielle Nachfolgerin von Infantino ins Spiel gebracht worden. "So weit sind wir noch nicht", betonte die 45-Jährige: "Für uns geht es jetzt um die Themen, die ich gerade angesprochen habe, und nicht um bestimmte Personen." Sie fände es auch "seltsam, wenn ich anfangen würde, Fragen über mich selbst zu beantworten, und das gilt für alle".
Aus dem Block der 35 Verbände von Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik, der bislang geschlossen an der Seite der UEFA zu stehen schien, hat sich Mexikos Verband FMF nun eher auf die Seite von Infantino geschlagen: "Die FMF unterstützt die Führung von Präsident Infantino dabei, die Entwicklung des Fußballs durch institutionelle Stärkung weiter voranzutreiben", heißt es in einer Stellungnahme auf der Verbands-Homepage.
