Das schiere Mittelmeer-Idyll kennt Tadej Pogacar nur zu gut aus seiner Wahlheimat Monaco. Und so genoss der Superstar des Radsports am Donnerstag in Barcelona vor gewohnter Kulisse und in entspannter Vorfreude die letzten ruhigen Momente vor dem Start der Tour de France.
"Ich fühle mich toll", teilte der Slowene knapp mit. Umgewöhnen muss sich "Pogi" in den kommenden drei Wochen aber voraussichtlich sehr wohl.
Der Weg zu seinem historischen fünften Tour-Titel könnte hart wie nie werden – und der Grund dafür trägt den Namen Jonas Vingegaard.
"Ich habe großes Selbstvertrauen. Alle stehen hinter unserem Plan und sind überzeugt, dass wir die Tour de France gewinnen können", sagt der dänische Herausforderer.

Und aus dem Mund des sonst so zurückhaltenden Vingegaard darf man das getrost als Kampfansage an seinen großen Widersacher interpretieren. Nach seinem überzeugenden Titel beim Giro d'Italia ist er hungrig auf eine Überraschung.
Schon jetzt zwei echte Legenden
Auf der 3.333 Kilometer langen Tortur kommt es zur nächsten Auflage des großen Radsport-Duells unserer Zeit.
Bartali gegen Coppi, Poulidor gegen Anquetil, LeMond gegen Fignon, Armstrong gegen Ullrich – all diese Zweikämpfe haben die reiche Tour-Geschichte geprägt, doch keines dieser Duos war je so dominant wie Pogacar und Vingegaard.
Tour de France 2026
Am 4. Juli beginnt die Tour de France 2026 im spanischen Barcelona. 3.321,2 Kilometer und 22 Tage später – am 26. Juli – kommen die Fahrer der 18 Teams traditionell in Paris an. Bei Flashscore findest du alle Informationen zur berühmtesten Radrundfahrt der Welt.
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Fünfmal traten die beiden seit 2021 gemeinsam bei der Frankreich-Rundfahrt an, fünfmal teilten sie die ersten beiden Plätze unter sich auf. 2021, 2024 und 2025 siegte Pogacar, der bereits 2020 in der Vor-Vingegaard-Ära triumphiert hatte. 2022 und 2023 ließ jedoch der Däne dem Slowenen keine Chance.
Nun also folgt Duell Nummer sechs, vorausgesetzt alles läuft, wie es die meisten Experten erwarten. Dass der deutsche Hoffnungsträger Florian Lipowitz oder das französische Wunderkind Paul Seixas ernsthaft in den Titelkampf eingreifen können, glauben (noch) die wenigsten.

