"Ich bin super happy mit meiner Zeit", sagte Gose in der ARD: "Ich glaube, ich kann mich mit dieser Vorbelastung nicht beschweren." Noch stolzer könne aber ihre Teamkollegin Werner sein, meinte Gose anerkennend. Die 21-Jährige selbst konnte ihre Leistung derweil "noch gar nicht in Worte fassen". Sie habe nach den 800 m "erwartet, dass ich schnell sein kann. Aber so schnell - das hat glaube ich keiner erwartet."
Gose musste sich erneut lediglich ihrer italienischen Konkurrentin Simona Quadarella (15:46,22 Minuten) geschlagen geben, wiederholte aber einen Erfolg von Britta Steffen. Die Doppel-Olympiasiegerin und Doppel-Weltmeisterin war im Jahr 2012 in Debrecen die bislang letzte deutsche Schwimmerin, die bei einer EM vier Medaillen gewann.
Deutsches Team sammelt weiter Medaillen
Im Sommer 2024 war Gose in Paris im Rugbystadion La Défense über die 1500 m schon zu Olympia-Bronze geschwommen, in Doha wurde sie im gleichen Jahr WM-Dritte, nun gelang ihr auch auf europäischer Ebene der Sprung auf das Podium. Für die deutschen Beckenschwimmer stehen nun insgesamt acht Medaille im Becken von Paris zu Buche.
Für Gose war bereits der Start in die Wettkämpfe nach Maß verlaufen. In der Seine hatte sie sich sowohl im Knockout-Sprint als auch mit der Staffel zur Europameisterin gekrönt.
