In Peking hatten ihr nach Bestzeit im ersten Lauf letztlich 0,07 Sekunden auf Bronze gefehlt – und auch nur 0,19 Sekunden auf Gold. Trotz der verpassten Medaille hegt Lena Dürr keinerlei Groll: "Mit der Nummer eins in ein olympisches Rennen starten zu dürfen – klar, am Ende waren die Hundertstel nicht auf meiner Seite", sagte Dürr vor ihren dritten Spielen.
Am Sonntag startet die 34-Jährige zunächst im Riesenslalom, es folgt ihre Spezialdisziplin Slalom am Mittwoch. Insgesammt nimmt sie zum dritten Mal an Olympischen Winterspielen teil.
Deutschland hat Außenseiterchancen
"Wir haben im Riesenslalom nicht die Topfavoritinnen, aber vielleicht können wir sie ärgern", sagte Andreas Ertl, Sportlicher Leiter Ski alpin beim Deutschen Skiverband (DSV). "Im Slalom sehe ich uns in Angreiferposition."
Das Abfahrts-Silber von Emma Aicher und der zweite Platz in der Team-Kombination von Aicher und Kira Weidle-Winkelmann "haben ein bisschen den Druck aus dem System genommen, das ist sehr gut", betonte Ertl. Aicher fahre alle vier Disziplinen, "das ist einzigartig und wirkt auch auf den Nachwuchs". Ertl hob besonders Aichers "Gelassenheit und Ruhe" hervor.
