Motsepe, der bei seiner Wahl zum Präsidenten des afrikanischen Verbandes CAF im Jahr 2021 von Infantino unterstützt worden war, verwies auf den Kongress des Weltverbandes im März 2027. "Wenn ihr ihn loswerden wollt, dann lasst uns Wahlen abhalten", sagte der Südafrikaner, der auch FIFA-Vize ist: "Lasst die 211 Mitgliedsverbände entscheiden. Tut das, und die Abstimmung wird zeigen, ob sie Vertrauen in ihn haben oder nicht."
Traut sich ein möglicher Gegenkandidat aus der Deckung?
Die Kontinentalverbände aus Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika hatten den Ton gegenüber Infantino verschärft, nachdem dessen Plan zum Verkauf von Anteilen an FIFA-Turnieren an private Investoren gescheitert war.
Ein möglicher Gegenkandidat hat sich bislang nicht aus der Deckung gewagt (Frist endet am 18. November), vor allem die UEFA drängt auf einen Rückzug Infantinos. Die CAF sprach dem Schweizer ihre Unterstützung aus, mit 54 Stimmen besitzen die Afrikaner bei der Wahl großen Einfluss.
Er erlaube sich kein Urteil, sagte Motsepe, der am Mittwoch als Gast in Salzburg beim UEFA-Supercup weilte. Infantino habe sich inzwischen "entschuldigt und gesagt, dass man diese Dinge vielleicht anders hätte machen sollen". Es gebe "viele Male, da wünsche ich mir, dass ein bestimmter Kandidat gewinnt, und er gewinnt nicht", sagte der Unternehmer: "Wer auch immer gewinnt, ich muss ihn unterstützen."
Infantino ist noch bis 2027 gewählt, beim Kongress in Rabat/Marokko will sich der 56-Jährige nach aktuellem Stand im Amt bestätigen lassen. Durch die Statuten wäre es Infantinos letzte Amtszeit als FIFA-Chef.
