Diego Maradona war am 25. November 2020 im Alter von 60 Jahren während seiner Reha nach einer Hirnoperation in seiner Privatresidenz gestorben. Offiziell wurden Herzversagen und ein akutes Lungenödem als Todesursache genannt. Sein siebenköpfiges Ärzteteam wurde später wegen der Umstände des Todes angeklagt.
Den ersten Prozess hatte das Gericht in San Isidro, nördlich von Buenos Aires gelegen, im Mai 2025 nach zweieinhalb Monaten für ungültig erklärt. Zuvor war Richterin Julieta Makintach aufgrund von Befangenheitsvorwürfen zurückgetreten. Mehrere Verteidiger hatten ihre Unparteilichkeit in Zweifel gezogen.
Verdacht auf fahrlässige Tötung
Die insgesamt sieben Angeklagten, darunter Maradonas damaliger Leibarzt Leopoldo Luque, müssen sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Als Höchststrafe im Falle eines Schuldspruchs stehen jeweils bis zu 25 Jahre Haft im Raum.
Alle Beschuldigten weisen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zurück. Die Verteidigung argumentiert, dass Maradona, der mit Kokain- und Alkoholabhängigkeit zu kämpfen hatte, eines natürlichen Todes gestorben sei.
