Mit einem Sprung auf 136 Meter hatte sich Johannes Lamparter eine ausgezeichnete Ausgangsposition verschafft und lag zur Halbzeit auf Platz zwei. Acht Sekunden trennten ihn vom führenden Japaner Ryota Yamamoto. Sein Vorsprung von 14 Sekunden auf Jens Luraas Oftebro reichte über die zehn Kilometer allerdings nicht aus, um den Norweger in Schach zu halten.
"Ich bin sehr zufrieden. Auf so einen Tag arbeitet man den ganzen Sommer hin, da braucht man sich über Silber nicht ärgern", sagte Lamparter im ORF. Es sei erneut ein gelungener Wettkampf gewesen, auch wenn er anerkennen müsse, dass Oftebro läuferisch "extrem stark" gewesen sei.

Thomas Rettenegger lag nach einem 137-Meter-Sprung zunächst auf Rang vier, verlor jedoch durch eine unsaubere Landung wichtige Punkte und fiel in der Endabrechnung auf Platz elf (+1:45,6) zurück. Sein Bruder Stefan Rettenegger startete nach 129 Metern mit 1:08 Minuten Rückstand ins Rennen, verbesserte sich mit der viertbesten Laufzeit noch auf Rang acht (+1:09,7).
In der Loipe setzte Lamparter zunächst das Tempo und übernahm früh die Führung. Nach der ersten Runde lag er knapp 18 Sekunden vor einer Verfolgergruppe, zu der unter anderem Oftebro und Skoglund gehörten. Als die Norweger das Tempo anzogen, entschied sich Lamparter, Kräfte zu sparen, statt allein weiter Druck zu machen.
In der Schlussphase bildete sich eine Spitzengruppe mit Lamparter, Oftebro und Herola. Auf der letzten Runde forcierte Oftebro am Anstieg das Tempo und konnte sich entscheidend absetzen. Lamparter behauptete Rang zwei souverän und lief ungefährdet zur Silbermedaille ins Ziel.
