Nach Platz sechs im Springen ging Johannes Lamparter mit überschaubarem Rückstand in die Loipe. Die Abstände an der Spitze waren gering, sodass sich das Feld rasch zusammenschob. Bei tiefen und langsamen Bedingungen kämpften in der Schlussrunde noch sieben Athleten um die Medaillen, darunter Lamparter und Stefan Rettenegger.
In der finalen Runde setzte Jens Luraas Oftebro die entscheidende Attacke. Lamparter hielt dagegen und verkürzte den Rückstand, musste sich im Zielsprint jedoch knapp geschlagen geben – eine Sekunde fehlte auf Gold. Thomas Rettenegger, Bruder des viertplatzierten Stefan Rettenegger, zollte zur Hälfte des 10KM-Rennens dem hohen Tempo Tribut und belegte letztendlich Rang neun.

Für Lamparter, der in Peking zweimal knapp am Podest vorbeigelaufen war, bedeutet Silber die erste Olympiamedaille. "Die Medaille bedeutet mir unglaublich viel. Das waren sicher nicht die leichtesten Verhältnisse für mich. In den letzten Tagen habe ich sehr daran gezweifelt, ob ich da eine Chance haben werde. Ich bin überglücklich mit Silber. Das mit der Olympiamedaille habe ich mal abgehakt, jetzt kann ich mich auf die Großschanze konzentrieren“, war Lamparter nach dem Rennen erleichtert.
Stefan Rettenegger hatte ebenfalls mit den schwierigen Bedingungen zu kämpfen: "Es war einfach unvorstellbar zäh. In den Anstiegen war der Schnee so tief. Ein vierter Platz ist nicht schlecht. Jo ist eine brutal starke letzte Runde gelaufen. Super zu sehen, dass er eine Medaille geholt hat. Das ist wichtig für das Team“, meinte der Salzburger.
