Olympia LIVE: Deutsche Kombinierer gehen nach Sturz-Drama leer aus

Aktualisiert
Olympia LIVE am 19. Februar
Olympia LIVE am 19. FebruarREUTERS/Stephanie Lecocq

Am heutigen Donnerstag stehen bei den Olympischen Winterspielen 2026 wieder einige Medaillenentscheidungen an. So werden in der Nordischen Kombination die letzten Medaillen vergeben. Abends findet zudem das große Eishockey-Finale der Damen statt, Kanada spielt gegen die USA.

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16:30 Uhr: Eisschnelllauf, 1.500m Männer (Medaillenentscheidung)

19:00 Uhr: Eiskunstlauf, Kür Einzellauf Frauen (Medaillenentscheidung)

19:10 Uhr: Eishockey, USA vs. Kanada Finale Frauen (Medaillenentscheidung)

Olympia LIVE

14:47 Uhr - NORDISCHE KOMBI HERREN - Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger haben nach einem Sturzdrama auch im letzten Wettkampf der Winterspiele eine Medaille verpasst. Das DSV-Duo kam bei der Olympia-Premiere des Teamsprints im dichten Schneetreiben nur auf Rang fünf, nach dem Springen hatten die Oberstdorfer noch in Führung gelegen.

Zwei Stürze von Peking-Olympiasieger Geiger auf seiner vorletzten Runde zerstörten alle Hoffnungen. Erstmals seit 1998 blieben die einstigen "Dominierer" somit bei Winterspielen ohne Medaille. Gold ging an Norwegen mit Dreifach-Olympiasieger Jens Luraas Oftebro und Andreas Skoglund vor Finnland und Österreich.

Aufholjagd: Das österreichische Team holt Bronze, nach dem Springen war man nur Fünfter
Aufholjagd: Das österreichische Team holt Bronze, nach dem Springen war man nur FünfterREUTERS/Stephanie Lecocq

Oftebro schrieb mit seinem Sieg ein Stück Olympia-Geschichte: Dreimal Gold in einem Jahr hatte zuvor nur der Finne Samppa Lajunen (2002) geschafft. Insgesamt steht der 25 Jahre alte Oftebro jetzt bei vier Goldmedaillen, damit stellte er den Rekord seines Landsmanns Jörgen Graabak (2014 bis 2022) ein.

Oftebro schreibt ein Stück Olympia-Geschichte
Oftebro schreibt ein Stück Olympia-GeschichteREUTERS/Stephanie Lecocq

Das DSV-Duo hatte am Morgen auf der Schanze geglänzt. Sowohl Geiger (122,5) als auch Rydzek (123,0 m) überzeugten in Predazzo, Lohn war die knappe Führung vor Norwegen. In der Loipe liefen die fünf Topnationen aber schnell zusammen. Vier Kilometer vor dem Ziel stürzte Geiger gleich zweimal und verlor den Anschluss.  

"Ich habe nicht viel gesehen, meine Brille war zu, dann bin ich in ein Loch reingefahren. Wenig später lag ich schon wieder", sagte Geiger in der ARD: "Ich bin noch nie gestürzt. Das tut mir richtig fett leid. Wir haben so hart gearbeitet – und dann so ein blöder Fehler."

14:38 Uhr - SKIBERGSTEIGEN FRAUEN - Tatjana Paller kämpfte sich den Berg hoch, schlängelte sich durch die "Diamanten", schnallte die Skier ab, erklomm 42 Treppenstufen, schnallte die Skier wieder an, lief die letzten der 70 Höhenmeter nach oben, riss die Felle weg und stürzte sich in die Abfahrt – doch es reichte nicht.

Bei ihrer Aufholjagd im Sprint-Finale war die 30 Jahre alte ehemalige Bahnradfahrerin im Kampf um die ersten olympischen Medaillen im Skibergsteigen 3,04 Sekunden zu langsam: Rang vier statt Bronze.

Nur Blech für Palller
Nur Blech für PalllerREUTERS/Denis Balibouse

"Wenn mir jemand vor den Spielen gesagt hätte, dass ich Vierte bei Olympia werde, dann hätte ich das glaub ich genommen", sagte sie, gestand dann aber: "Als ich gesehen habe, dass die Dritte gar nicht so weit vor mir war, habe ich mir schon gedacht: Oh Mann, das wäre das Nonplusultra gewesen. Als Dritte wäre ich komplett eskaliert."

Paller hatte in Bormio einen schlechten Start im Sechser-Finale erwischt, die WM-Dritte erreichte die Wechselzone vor der Abfahrt als letzte. Aller Wagemut war danach vergeblich, der Rückstand zu groß. Sprint-Weltmeisterin Marianne Fatton aus der Schweiz holte sich das erste Olympiagold im Skibergsteigen vor Emily Harrop aus Frankreich (+2,38 Sekunden). Dritte wurde Ana Alonso Rodriguez aus Spanien (+10,45 Sekunden).

Deren Teamkollege Oriol Cardona Coll gewann danach ebenfalls nach nach WM- auch Olympiagold – vor Nikita Fillipow, der die erste russische Medaille der Spiele gewonnen hat

11:58 Uhr - CURLING HERREN - Die deutschen Curler haben sich mit einem Erfolgserlebnis von den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo verabschiedet. Im neunten und letzten Spiel der Round Robin gewann das Team um Skip Marc Muskatewitz mit 6:4 gegen China, das Aus war schon vor dem Duell besiegelt gewesen.

Versöhnlicher Abschluss für die deutsche Curling-Truppe
Versöhnlicher Abschluss für die deutsche Curling-TruppeREUTERS/Issei Kato

Mit vier Siegen und fünf Niederlagen verpassten die Europameister von 2024 in der Besetzung Muskatewitz (30), Benjamin Kapp (23), Felix Messenzehl (22) und Johannes Scheuerl (23) auf Rang sieben das vor dem Turnier erklärte Ziel Halbfinale. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die beiden Niederlagen am Dienstag gegen die zuvor noch sieglosen Tschechen (7:9) und die Schweiz (4:8) gewesen.

"Ich bin enorm stolz", sagte Muskatewitz in der ARD dennoch mit Blick auf die letzte Woche. Als jüngste Mannschaft im Turnier habe er mit seinen Teamkollegen "draußen alles gelassen" und sei nun "super happy" mit dem versöhnlichen Abschluss. "Wir haben es total genossen. Die deutschen Fans waren unglaublich, die ganze Woche, heute nochmal besonders", sagte Scheuerl.

10:36 Uhr - NORDISCHE KOMBI - Die Kombinierer Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek liegen bei der Olympia-Premiere des Teamsprints nach dem Springen klar auf Medaillenkurs.

Rydzek jubelt über einen fantastischen Sprung
Rydzek jubelt über einen fantastischen SprungREUTERS/Kai Pfaffenbach

Sowohl Geiger (122,5) als auch Rydzek (123,0 m) zeigten auf der Großschanze von Predazzo im dichten Schneetreiben gute Flüge, damit geht das deutsche Duo von Platz eins in den Langlauf (14 Uhr/ZDF und Eurosport). Dort treten beide Starter immer im Wechsel an.

13 Sekunden nach dem DSV-Duo geht Norwegen mit Doppel-Olympiasieger Jens Luraas Oftebro und Andreas Skoglund in die Loipe, Dritter sind die Japaner Akito Watabe und Ryota Yamamoto (+21 Sekunden). Mitfavorit Österreich mit Stefan Rettenegger und Johannes Lamparter folgt mit 29 Sekunden Rückstand erst auf Rang fünf.

"Die Bedingungen werden richtig, richtig schwer. Aber wir werden voll dagegenhalten. Alles ist möglich", sagte Rydzek: "Es wird sich gerade mit Norwegen zusammenschieben." Geiger sah das ähnlich: "Es ist noch nichts gewonnen. Es wird ein langes, hartes Rennen." 

08:11 Uhr - ÜBERSICHT - Norwegen gilt heute in der Nordischen Kombination als klarer Favorit. Doch auch das österreichische Team um Johannes Lamparter darf sich realistische Chancen auf eine Medaille machen. Deutschland ist hingegen nur Außenseiter, man möchte die seit 1998 anhaltende Podest-Serie auf keinen Fall kampflos reißen lassen.

Im Eisschnelllauf hofft der erst 18-jährige Finn Sonnekalb auf eine Sensation, er gilt als das größte deutsche Talent seit Jahren. Top-Favorit ist allerdings der US-Amerikaner Jordan Stolz.

Nach dem Kurzprogramm zeichnet sich im Eiskunstlauf der Damen eine enge Entscheidung an. In Führung liegen mit Ami Nakai und Kaori Sakamoto zurzeit zwei Japanerinnen.

Seitdem 1998 das Damen-Eishockey olmpisch wurde, gab es erst einmal ein Endspiel, das nicht zwischen den USA und Kanada ausgetragen wurde. Im ewigen Klassiker haben die Kanadierinnen bislang vier von sechs Duellen gewonnen – allerdings kassierten sie in der Gruppenphase eine krachende 0:5-Niederlage gegen die US-Amerikanerinnen.

Highlights: Donnerstag, 19. Februar

14:00 Uhr: Nordische Kombination, Teamsprint Männer (Medaillenentscheidung)

16:30 Uhr: Eisschnelllauf, 1.500m Männer (Medaillenentscheidung)

19:00 Uhr: Eiskunstlauf, Kür Einzellauf Frauen (Medaillenentscheidung)

19:10 Uhr: Eishockey, USA vs. Kanada Finale Frauen (Medaillenentscheidung)