Ronald Koeman hatte 2023 seine zweite Amtszeit als Oranje-Trainer angetreten, sein Vertrag lief bis zur WM. "Die große Frage ist, ob Koeman auch nach diesem Turnier Cheftrainer bleiben wird", schrieb das Fachblatt Voetbal International am Dienstag.
Als möglicher Nachfolger ist Peter Bosz vom niederländischen Meister PSV Eindhoven im Gespräch. Deutschen Fans ist der 62-jährige aus seiner Zeit bei Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen bestens bekannt.

Koeman hadert mit dem Glück
Die Niederlage im Sechzehntelfinale bewertete Koeman als äußerst unglücklich, bis in die Nachspielzeit der regulären Spielzeit hatte sein Team in Führung gelegen.
"Wir alle wissen, wie schwierig Elfmeter in solchen Momenten sind. Wir haben drei von fünf verschossen, und das ist einfach nicht gut genug", so Koeman.
Knackpunkt sei der zweite Elfmeter für Marokko gewesen. Keeper Bart Verbruggen hatte den Schuss schon gehalten, beförderte den Ball dann aber unglücklich mit der Ferse ins eigene Netz.

"Das war vielleicht entscheidend und hat das Spiel für beide Seiten beeinflusst. Wenn sich solche Momente gegen dich wenden, ist das das Aus", erklärte der Cheftrainer der Niederlande.
Ibrahimovic zerpflückt taktisches Experiment
Koeman hatte überraschend auf eine Fünferkette umgestellt. Das klappte auch bis zur 90. Minute, dann glich Marokko zum 1:1 aus - und gewann im Elfmeterschießen.
"Diese Niederlage geht auf Koemans Kappe. Das macht mich richtig wütend", sagte der ehemalige Ajax-Profi Zlatan Ibrahimovic bei Fox. Von einem "Angsthasenfußball" schrieb Voetbal International.

Als ewiger Mitfavorit angereist, kam das niederländische WM-Aus im Sechzehntelfinale mal wieder viel zu früh – wenn auch gegen einen starken Gegner und äußerst unglücklich. Nach der Führung durch Gakpo (72.) war schon alles bereit für die Party, doch der Ausgleich von Issa Diop (90.+1) war der Anfang vom Ende.
Und was wäre das für eine Geschichte gewesen: Ausgerechnet Gakpo, der wenige Tage zuvor seinen ungeborenen Sohn verloren hatte und dennoch auflief, sah bereits wie der Held des Tages aus.

Eine Stunde später hockte Gakpo dann enttäuscht mit dem Handy in der Hand auf dem Rasen, ehe er mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Kabine schlich.
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