Trotz einer "Meisterleistung" im "Mentalitätsmarathon" wird es jetzt noch einmal "richtig eklig" – so zumindest fasste Hockey-Bundestrainer André Henning die Situation der deutschen Männer nach dem WM-Finaleinzug zusammen.
"Das ist bärenstark"
Nach dem Halbfinal-Krimi (2:1) gegen Argentinien im belgischen Wavre trifft sein Team im Endspiel auf Spanien, ein "individuell und taktisch sehr schwer zu bespielender Gegner", so Henning. Doch die Träume sind groß: Deutschland könnte seinen Titel erfolgreich verteidigen – und mit dem vierten WM-Gold Hockey-Geschichte schreiben.
Darauf schwor der 42-Jährige – der nach dem WM-Triumph 2023, Olympiasilber 2024 und EM-Gold 2025 den nächsten großen Titel für den Deutschen Hockey-Bund (DHB) holen könnte – seine Mannschaft bereits kurz nach Abpfiff ein: "Das ist bärenstark, das ist mental stark, das ist hockeymäßig gut und das ist Spiel für Spiel verdient gewesen", rief Henning, deutlich über die Mikrofone zu hören, seinen Spielern im Kreis zu: "Das nehmen wir mit und in zwei Tagen rutschen wir hier über den Platz mit einem Weltmeisterpokal, Leute."
"Überragende Konstanz
Für Deutschland wäre es nicht nur der nächste WM-Titel nach 2023, 2006 und 2002, sondern auch ein historischer: Mit dem vierten Gold würde die DHB-Auswahl mit Rekordsieger Pakistan gleichziehen. Zudem wäre man das erste Team dem – nach exakt 20 Jahren, –zum zweiten Mal eine Titelverteidigung gelingt.
Henning schwärmte schon jetzt: "Es ist jetzt das vierte Finale bei einem großen Turnier hintereinander. Das ist in dieser Konstanz überragend."
Für den nächsten Triumph braucht es eine erfolgreiche Revanche: Im Finale am Sonntag (16:30 Uhr/MagentaTV) kommt es zum Wiedersehen mit den Spaniern, die dem Titelverteidiger in der Zwischenrunde die bislang einzige Niederlage (1:2) im Turnier zugefügt hatten.
"Wir wissen, was kommt. Die sind nicht umsonst im WM-Finale", sagte Henning über den EM-Bronzemedaillengewinner, der in seinem Halbfinale Olympiasieger Niederlande (4:3) geschlagen hatte: "Mich überrascht es nicht so sehr, die Spanier haben eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht."
